Werbung
Das erste Heimspiel der Frauen der TSG 1899 Hoffenheim in der Saison 2021/22 war unter Flutlicht am Freitagabend gleichbedeutend mit dem Eröffnungsspiel in der Flyeralarm Frauen-Bundesliga. Nach dem Einzug in die zweite Qualifikations-Runde der Champions League wollte die Mannschaft von Trainer Gabor Gallai auch das erste Ligaspiel erfolgreich gestalten. Doch auch Daniel Kraus und seine Mannschaft des SC Freiburg wollte den Ligaauftakt erfolgreich gestalten.
Aufgrund der vergangenen Spielzeit, die die TSG erfolgreich gestalten konnte, wurde Nicole Billa zur Spielerin der Saison 2020/21 gewählt. Um die österreichische Nationalspielerin vor den Heimfans zu feiern, wurde sie vor dem Anpfiff von Trainer Gallai und dem Leiter des Mädchen- und Frauenförderzentrums, Ralf Zwanziger, geehrt.
Um eine erneut erfolgreiche Spielzeit zu starten, begannen die Hoffenheimerinnen engagiert und hatten die erste Torannäherung des Spiels. Doch nachdem sich Laura Wienroither über die rechte Seite durchgesetzt hatte und den Ball zu Neuzugang Gia Corley weitergeleitet hatte, wurde ihr Schussversuch aber abgefälscht (2.). Genauso erging es auch Billa in der fünften Spielminute. Die Torschützenkönigin der Vorsaison durfte nicht den ersten Treffer bejubeln, da ihr Versuch von einer Gegenspielerin zu einer Ecke geklärt wurde.
Nun schalteten sich aber auch die Freiburgerinnen ein und setzten die TSG Abwehrreihe durch Angriffspressing unter Druck. Hierdurch kamen die Breisgauerinnen zu einem Eckball, der allerdings nicht den vom SCF erhofften Treffer zur Folge hatte (8.). Auch in der 14. Spielminute war es die Gästemannschaft, die sich dem Tor von Martina Tufekovic annäherte. Bei Ihrem Schuss brachte SC-Kapitänin Hasret Kayikci aber zu wenig Druck hinter den Ball, weshalb Tufekovic keine Schwierigkeiten hatte das Spielgerät festzuhalten. Doch auch die Gastgeberinnen hatten nicht das nötige Quäntchen Glück. Katharina Naschenweng nahm mit einem Freistoß maß, verfehlte das anvisierte Ziel aber nur knapp rechts (15.).
Die agile Corley war es in der Folge, die erneut einen Torschuss für die Hausherrinnen verbuchen konnte, doch eine Gegenspielerin lenkte den Ball zu einem Eckball ab. Nicht nur in der Offensive, auch in der Defensive war die TSG hellwach. So konnte Chantal Hagel mit einer beherzten Grätsche einen Konter der Gäste fair unterbinden (22.).
Doch nun gesellte sich zu dem fehlenden Glück in der Offensive auch noch Pech in der Defensive. Zunächst wurde Tufekovic von Ereleta Memeti zur linken Strafraumgrenze gezogen, dann flankte die Freiburgerin in die Strafraummitte. Hier konnte Jana Feldkamp den Ball nur mit der Brust ablegen, doch statt einer Mitspielerin, die den Ball hätte klären können, stand Kayikci bereit und beförderte das Spielgerät in die Tosmaschen. Das erste Tor der Saison durften die Breisgauerinnen für sich verbuchen (38.). So ging es nicht nur durch den im Laufe der ersten Halbzeit einsetzenden Regen mit einer kalten Dusche in die Pause.
Doch Trainer Gallai schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Kaum auf das Feld zurückgekehrt, trafen die Hoffenheimerinnen zum Ausgleich. Nach einer Billa-Ecke und einem Pass von Hagel zog Naschenweng kurz nach links und traf zum Ausgleich (47.). Dem Ausgleichstreffer wollten die Kraichgauerinnen auch sofort den Führungstreffer folgen lassen. Doch als Corley in der 49. Spielminute zwei Gegenspielerinnen stehen ließ und im Strafraum passen konnte, flog der Torschuss links am Tor von Lena Nuding vorbei.
Die Hoffenheimerinnen waren jetzt griffiger in der Offensive und wollten den Führungstreffer erzielen. Doch nach einem Konter kam die eingewechselte Tine de Caigny mit der Fußspitze nicht an das Spielgerät (76.). Die ebenfalls eingewechselte Franziska Harsch versuchte durch einen beherzten Distanzschuss zum Torerfolg zu kommen, doch eine Gegenspielerin verhinderte per Kopf den Treffer (78.). Doch nun durften die Gastgeberinnen doch noch jubeln. Nach einer Ecke von Billa kam de Caigny zum Kopfball und wuchtete den Ball an den Gegenspielerinnen vorbei in das Gästetor (78.).
Beide Mannschaften versuchten in der Folge noch zu einem weiteren Treffer zu kommen, doch es blieb bei dem 2:1 Heimerfolg der TSG. Kayikci gab nach dem Spiel zu, dass sie sich nicht allzu sehr über ihren Treffer freuen konnte. Schließlich war es nicht gelungen einen Punkt mitzunehmen. Trainer Kraus stand lange Zeit mit seinem Trainerteam zusammen und erklärte, dass er mit dem Spiel seiner Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit zufrieden gewesen sei. Dennoch könne man auf dem Spiel aufbauen, auch, wenn er natürlich lieber einen Punkt mitgenommen hätte.
Aufstellungen:
TSG 1899 Hoffenheim:
1 Tufekovic - 26 Wienroither (83. 19 Steinert), 5 Bühler, 31 Feldkamp, 9 Naschenweng - 33 Dongus (C) (83. 13 Hartig) - 11 Kocsán (59. 22 Linder), 7 Hagel (59. 6 de Caigny), 10 Corley (70. 17 Harsch), 29 Brand - 16 Billa
SC Freiburg:
1 Nuding - 2 Karl, 21 Steuerwald, 8 Knaak, 22 Wensing (83. 16 Stegemann) - 4 Wittje (83. 5 Fellhauer), 9 Minge - 28 Zicai (62. 13 Fölmli), 10 Xhemaili (73. 31 Büchele), 17 Memeti (29 Szenk) - 11 Kayikciv (C)
Schiedsrichterin: Michel (Gau-Odenheim)
Assistentinnen: Joos, Breier
Vierte Offizielle: Haupt
Tore: 0:1 38. 11 Kayikci, 1:1 47. 9 Naschenweng, 2:1 78. 6 de Caigny
Zuschauer: 637