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Durch Derbysieg weiter im Champions-League-Rennen

Vier Tore gab es für die Hoffenheimerinnen zu bejubeln Foto: Fussball Media

 

Im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion fand das Baden-Derby zwischen den TSG-Frauen und dem

SC Freiburg statt. Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Wolfsburg und der Niederlage bei der

SGS Essen, galt es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann in die Erfolgsspur zurückzufinden. Auch, wenn der zweite Tabellenplatz ein ambitioniertes Ziel war, war klar, dass dieses nur dann erreichbar sein könnte, wenn die Hoffenheimerinnen auch wieder Siege einfahren konnten.

 

Direkt von Beginn an waren es so auch die Nordbadenerinnen, die den Ton angaben. Gerade dann, wenn die Südbadenerinnen zu Angriffen einluden, war Gefahr für das Gästetor geboten. Bereits in den ersten zehn Minuten kamen die Hoffenheimerinnen zu Torschüssen, dies allerdings ohne das nötige Spielglück - die Schüsse wurden entweder geblockt oder flogen knapp am Ziel vorbei. Zur Mitte der ersten Halbzeit schafften es die Gäste dann allerdings, für etwas Beruhigung im Spiel zu sorgen, ohne allerdings selbst zu Torgelegenheiten zu kommen. 

 

Doppelschlag innerhalb einer Minute

 

Nun belohnten sich die Hausherrinnen allerdings für Ihre Mühen. Nach einer Ecke stand Maximiliane Rall goldrichtig und konnte zur Führung einnicken (35.). Zudem legten die Gastgeberinnen umgehend nach.

Stadionsprecher Horst Heimlein hatte den Treffer noch nicht vollständig durchgesagt, da fiel auch schon der zweite Treffer des Tages. Nach einem Ballverlust der Freiburgerinnen im Vorwärtsgang lief Nicole Billa auf die Torhüterin Merle Frohms zu. Die österreichische Nationalspielerin löste die Aktion im Alleingang, umkurvte die Schlussfrau und traf. Die mitgelaufene Tabea Waßmuth konnte ob dem Treffer auch verkraften, dass sie zuvor nicht angespielt worden war (36.). 

 

Kurz vor der Pause hatten die Freiburgerinnen noch die Gelegenheit zum Anschlusstreffer zu kommen, doch Janina Leitzig war zur Stelle und lenkte das runde Leder am linken Pfosten vorbei. So ging es mit der Zwei-Tore-Führung aus Gastgeberinnensicht in die Halbzeitpause. Vom Pausentee kehrte auf Gäste-Seite Stefanie Sanders nicht zurück. Für sie kam Hasret Kayikci in die Partie (46.). 

 

Zunächst waren es erneut die Hoffenheimerinnen, die den Ton angaben. Doch trotz herausgespielten Torgelegenheiten wollte das runde Leder nicht über die Torlinie rollen. So waren es die Gäste, die zum Anschlusstreffer kamen. Nach einer Flanke war die eingewechselte Kayikci Nutznießerin (73.). Dennoch ließen die Kraichgauerinnen nicht nach. Weiter waren sie damit bemüht, Offensivaktionen zu kreieren und den Deckel auf die Partie zu bekommen. Dennoch dauerte es bis in die 86. Spielminute, ehe die Vorentscheidung durch Waßmuth gelang. Außerhalb des Strafraums zog die Offensivspielerin ab und traf zum 3:1. 

 

Einen Streich hatten die Gastgeberinnen aber noch parat. Die eingewechselte Jana Beuschlein traf in der Nachspielzeit zum 4:1 Endstand (90. +3). So zeigte sich Isabella Hartig froh über das Ergebnis. Schließlich sei Freiburg eine Mannschaft, mit der sich die TSG auf Augenhöhe sieht. Gerade nach den Niederlagen gegen Wolfsburg und in Essen sei es wichtig gewesen in die Erfolgsspur zurückzufinden. Auch, wenn die Hoffenheimerinnen vom Grundprinzip her nicht auf einem Level mit den Bayern wären, so wolle man dennoch das maximal Mögliche erreichen. 

 

Gästetrainer Daniel Kraus attestierte seinem Hoffenheimer Kollegen Jürgen Ehrmann schließlich, dass aus Freiburg alle Daumen gedrückt seien. Ehrmann wollte hiervon hingegen nichts wissen. „Die Bayern müssen auf sich schauen und wir auf uns“, sagte er unaufgeregt nach einem „50:50-Spiel, das man nicht zwingend gewinnt.“ Die Flyeralarm Frauen-Bundesliga verabschiedet sich in die Länderspielpause. Dadurch sind die Hoffenheimerinnen erst wieder am 28. März gefordert. Dies allerdings im Spitzenspiel beim FC Bayern München.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

20 Leitzig - 15 Krumbiegel (76. 19 Steinert), 4 Specht, 26 Wienroither, 21 Pankratz (C) - 6 Lattwein, 13 Hartig (79. 7 Hagel), 17 Harsch - 28 Waßmuth,

16 Billa (84. 23 Beuschlein), 8 Rall

 

SC Freiburg:

1 Frohms - 25 Kirchberger, 8 Knaak (C), 4 Wittje, 2 Karl (86. 9 Minge) - 23 Müller, 22 Lotzen (78. 7 Megroz), 24 Hegenauer, 13 Starke -

18 Sanders (46. 11 Kayikci), 21 Bühl

 

Schiedsrichterin: Wacker (Marbach am Neckar)

Assistentinnen: Göttlinger, Fritz

 

Tore: 1:0 35. 8 Rall, 2:0 36. 16 Billa, 2:1 73. 11 Kayikci, 3:1 86. 28 Waßmuth, 4:1 90. +3 23 Beuschlein

 

Zuschauer: 550

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