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Effiziente Hoffenheimer setzen sich gegen Schalke durch

Ihlas Bebou (m.) bejubelt seinen Treffer Foto: Fussball Media

 

Der achte Spieltag der Bundesliga wurde in der Sinsheimer Arena abgeschlossen. Zu Gast im Kraichgau war die „Revier-Truppe“ vom FC Schalke 04. Nach dem Auswärtssieg am vorangegangenen Spieltag beim FC Bayern München hatte es die TSG Hoffenheim geschafft den eigenen Ausführungen nach die Spielleistungen auch in die entsprechenden Ergebnisse umzumünzen. Dennoch ging es im Heimspiel auch darum, die Heimspielergebnisse zu verbessern. Nach dem glücklichen Heimsieg gegen Werder Bremen setzte es in den beiden darauffolgenden Spielen deutliche Pleiten gegen Freiburg und Mönchengladbach, die jeweils mit 0:3 verloren gingen.

 

Vor dem Spieltag auf Platz zwölf war die TSG damit im Mittelfeld angekommen. Schalke hingegen hatte es im bisherigen Saisonverlauf geschafft, den neuen Trainer David Wagner als wichtiges Zahnrad einzubinden. So schaffte es zum Beispiel auch ein Amine Harit, der positive Erinnerungen durch den Gewinn der U19 Europameisterschaft 2016 mit Frankreich an die Sinsheimer Arena hatte, zu „schleifen“. Dies stellte der marokkanische Nationalspieler zuletzt das Tor des Monats unter Beweis. 

 

Das Spiel begannen beide Mannschaften ohne großes Abtasten. Bereits in der ersten Spielminute kamen die Hausherren so zu einer Torgelegenheit, doch nach der Ecke von Robert Skov war Alexander Nübel am kurzen Pfosten zur Stelle. Auch auf der Gegenseite sorgte eine Standardsituation für Gefahr. Per direktem Freistoß versuchte sich Daniel Caligiuri, doch der Schalker hatte zu genau Maß genommen und so prallte das Spielgerät vom Lattenkreuz ins Toraus (3.). Wieder war es ein Freistoß der Gäste, der zum ersten Treffer der Partie führen sollte, doch Jonjoe Kenny war nicht in der Lage den Freistoß von Caligiuri im Tor der Hoffenheimer unterzubringen (13.).

 

Nun folgte eine Druckphase der Schalker. Harit - an dem Tag der auffälligste Akteur im Mittelfeld - setzte Guido Burgstaller in Szene, doch seinen Torabschluss aus spitzem Winkel hielt Oliver Baumann fest (17.). In der 24. Minute war es Burgstaller der auflegte, doch Alessandro Schöpf köpfte knapp am Tor vorbei. Erneut war Baumann nach einer gefordert. Mit einer Hand konnte er zunächst das runde Leder aus dem Strafraum fausten, doch landete dieses genau vor den Füßen von Rabbi Matondo, der wie Schöpf zuvor das Tor nur knapp verfehlte (27.). Nun versuchten es die Gäste mit einem schnell vorgetragenen Konter. Schöpf kam per Direktabnahme im Hoffenheimer Strafraum zum Torschuss, doch auch der Versuch flog am anvisierten Ziel vorbei (30.).

 

Gegen Ende des ersten Durchganges fanden die Hausherren in die Partie zurück. So war es Skov, der das Mittelfeld überbrückte und zu Sargis Adamyan passte. Der „Held“ aus München leitete den Ball zu Posch weiter, doch der Schuss des Österreichers flog links am Gästetor vorbei (34.).Zu diesem Zeitpunkt stand es nach Torschüssen 2:7. Da auch ein weiterer Konter der Hausherren durch Dennis Geiger nicht im Tor untergebracht werden konnte, ging es mit einem torlosen Remis zum Pausentee - ein Ergebnis, mit dem vor allem die Hoffenheimer zufrieden sein konnten. 

 

Zu Beginn des zweiten Durchganges kehrte Geiger allerdings nicht auf den Platz zurück. Mit der gelben Karte verwarnt wurde er von Ihlas Bebou ersetzt (46.). Doch nun war die Zeit zum Jubeln in Sinsheim gekommen. Nach einem Konter, bei dem sich Bebou durchsetzen konnte, schoss er auf das Tor. Bei dem Versuch von Bebou war Nübel noch am Ball, doch auf der anderen Strafraumseite stand Andrej Kramaric, der den Bann brach und den ersten Treffer des Spiels erzielte (71.). Beflügelt durch den Treffer waren die Hoffenheimer nun präsenter. Sie liefen die Schalker nun deutlich höher an. 

 

Nun versuchten die Schalker zwar noch zum Ausgleich zu kommen, doch sie kamen nicht entscheidend zu einem Torabschluss. Anders als die Hoffenheimer. Nachdem sich Benjamin Stambouli verschätzt hatte, kam der Ball zu Bebou durch. Der Hoffenheimer machte sich auf den Weg zum Schalker Strafraum. Gegen Salif Sané, der bereits die gelbe Karte gesehen hatte und Omar Mascarell setzte er sich durch und konnte das 2:0 erzielen. Damit konnte die TSG das zweite Spiel in Folge gewinnen und sich zu den Mannschaften am oberen Tabellenende gesellen. Nach dem achten Spieltag trennen die ersten neun Mannschaften gerade einmal zwei Punkte. Mäzen Dietmar Hopp erklärte gegenüber der Fussball Media, dass er vor dem Spiel damit gerechnet hatte, dass die TSG etwas Zählbares holen könnte, zur Halbzeit allerdings nur noch wenig Hoffnung hatte.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

1 Baumann, 3 Kaderábek, 8 Geiger (46. 9 Bebou), 16 Rudy, 21 Hübner, 22 Vogt (C), 23 Adamyan (62. 7 Rupp), 25 Akpoguma, 27 Kramaric, 29 Skov,

38 Posch (76. 4 Bicakcic)

 

FC Schalke 04:

35 Nübel (C), 6 Mascarell, 14 Matondo (57. 7 Uth), 17 Stambouli, 18 Caligiuri (77. 15 Kotucu), 19 Burgstaller, 20 Kenny (86. 4 Kabak), 24 Oczipka, 25 Harit,

26 Sané, 28 Schöpf

 

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

Assistenten: Leicher, Schüller

Vierter Offizieller: Petersen

Video-Assistenten: Ittrich, Grudzinski

 

Tore: 1:0 71. 27 Kramaric, 2:0 86. 9 Bebou

 

Zuschauer: 29.477

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