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Rekordspiel für TSG-Frauen

 

Am Ostersamstag begrüßten die Hoffenheimer Frauen die Werkself aus Leverkusen im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim. Nach dem 4:0 Auswärtserfolg gegen die Tabellenletzten von Borussia Mönchengladbach ging es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann in das Duell mit den Tabellen-Vorletzten Ein minderschweres Unterfangen, doch für die Hoffenheimerinnen ging es um den Punkte- und Torrekord in der Allianz Frauen-Bundesliga. Mit einem Heimsieg wäre die Punkteausbeute nach dem 19. Spieltag um einen Zähler besser als in der Saison 2016/17. Ebenfalls wäre mit einem eigenen Treffer die bisherige Höchstmarke von 39 eigenen Toren in einer Saison erreicht, was bisher nur in der Saison 2013/14 gelungen war. Doch da die Leverkusenerinnen im Saison-Endspurt auf jeden Zähler angewiesen waren, war allen Zuschauer*innen klar, dass die beiden Rekorde nicht als Ostergeschenk im Körbchen lagen. 

 

So startete die Partie auch nicht wie erhofft aus Sicht der Gastgeberinnen. In der sechsten Spielminute konnte Ivana Rudelic - begünstigt durch einen vorausgegangenen Fehler in der Defensive - auf das Tor schießen und traf zur frühen Führung für die Gäste. Der Ball schlug am langen Pfosten ein, Janina Leitzig dabei ohne Chance zur Vereitelung des Gegentores. In der 12. Minute kam Nicole Billa zum Torschuss, doch nachdem Maximiliane Rall den Ball im Spiel gehalten hatte, flog das runde Leder am langen Pfosten vorbei. Per Distanzschuss wären die Hausherrinnen um ein Haar zum Torerfolg gekommen, doch der Ball wurde zu einer Ecke abgewehrt (16.). 

 

Doch nun durften die Hoffenheimerinnen jubeln. Rall traf zum 1:1 (18.). Doch kaum hatten die Kraichgauerinnen durch den Ausgleich wieder den Fuß in der Tür, da mussten sie einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Schiedsrichterin Sina Diekmann zeigte auf den Elfmeterpunkt, Leverkusen die Chance auf die erneute Führung (22.). Merle Barth schnappte sich das Spielgerät, legte es auf den Punkt und traf zum 1:2 (23.). Torhüterin Leitzig sprang aus Schützinnen-Sicht nach links, doch Barth traf mittig hoch. Die Hoffenheimerinnen leisteten sich unnötige Fehler im eigenen Ballbesitz. So kamen die Leverkusenerinnen in der 36. Spielminute erneut gefährlich vor das „Hoffe“-Tor. In der Mitte störte Luana Bühler Sandra Jessen vor dem Torschuss. So war die Gefahr gebannt. Hoffenheim drängte weiter auf den Ausgleich, doch zunächst wurde der Torschuss von Billa geblockt, den Schuss von Lena Lattwein hatte Anna Klink sicher (39.).

 

Nur eine Minute später lief es wieder besser für die Gastgeberinnen. Lattwein legte für Billa ab und die österreichische Nationalspielerin traf zum 2:2 (40.). Mit dem Unentschieden ging es schließlich zum Pausentee. TSG-Trainer Jürgen Ehrmann schien in der Kabine auch die passenden Worte gefunden

zu haben. Kaum hatte die zweite Halbzeit begonnen, waren die Hoffenheimerinnen auch in Front. In der 47. Spielminute zog Rall von links in den Strafraum und traf ins lange Eck. Nach zwei Mal Rückstand in der Partie führte die TSG erstmals. Auch wenn das Spiel nun etwas abflachte, da sich viel im Mittelfeld abspielte, ging es anschließend furios weiter. Fabienne Dongus zog von der Strafraumkante aus ab und traf zum 4:2 (66.). 

 

Mit diesem Vorsprung im Rücken konnten die Hoffenheimerinnen nun etwas durchatmen. Nun ließen die Kraichgauerinnen nichts mehr anbrennen. In der 77. Spielminute schnürte Rall zudem einen Hattrick. Wieder zog sie von links in den Strafraum hinein und traf in die rechte Ecke. Und auch der letzte Streich des Tages war der besten Spielerin des Spieltages vorbehalten. Vier Minuten vor dem regulären Spielende traf sie zum vierten Mal an diesem Tag (86.). Damit stellten die Hoffenheimerinnen zum Osterfest den Punkte- und Torrekord ein. 

 

Trainer Ehrmann lobte sein Trainerteam. Diese Leistung kann man als Trainer alleine nicht erreichen. Nur gemeinsam mit dem Team sei dies möglich, resümierte der Verantwortliche Trainer. Bei der Pressekonferenz wollte er sich auf unsere Nachfrage hin dennoch nicht locken lassen. Auf die Frage, ob er nun ein ambitionierteres Saisonziel setzen wolle, beantwortete er damit, dass ja auch noch andere Mannschaften mitspielen müssten. Sollte der fünfte Platz hinter Wolfsburg, München, Potsdam und Essen gehalten werden, sei dies ein sehr gutes Ergebnis. Nun blicke Ehrmann allerdings auf das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg. Danach steht das Heimspiel gegen Wolfsburg ins Haus. Auf dieses Spiel freut sich Maximiliane Rall bereits. „Man will sich immer mit den Besten messen“, begründete die vierfache Torschützin.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

20 Leitzig, 2 Linder, 4 Specht, 5 Bühler (71. 26 Wienroither), 6 Lattwein, 8 Rall,

13 Hartig (82. 9 Eberhardt), 16 Billa (66. 23 Beuschlein), 21 Pankratz (C), 28 Waßmuth, 33 Dongus

 

Bayer 04 Leverkusen:

1 Klink, 3 Friedrich, 6 Sahlmann (70. 31 Mayr), 9 Barth, 10 Gier (64. 29 Oliveira Leite), 11 Uebach,

14 Wirtz, 17 Ringsing, 22 Jessen, 25 Rudelic, 27 Csiszar

 

Schiedsrichterin: Diekmann (Essen)

Assistentinnen: Stremel, Erkes 

 

Tore: 0:1 6. 25 Rudelic, 1:1 18. 8 Rall, 1:2 23. 9 Barth (FE), 2:2 40. 16 Billa, 3:2 47. 8 Rall,

4:2 66. 33 Dongus, 5:2 77. 8 Rall, 6:2 86. 8 Rall

 

Zuschauer: 450

Maximiliane Rall hatte mit vier Toren gut lachen Foto: Fussball Media
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