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Bei strahlendem Sonnenschein fand das Spiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen den SC Freiburg statt. Dieses badische Derby in der Allianz Frauen-Bundesliga stellte die Generalprobe für das Pokalspiel in der Folgewoche dar. So galt es allerdings die Balance zu finden, aus möglichst erfolgreich den Platz zu verlassen und sich dennoch nicht in die Karten schauen zu lassen, um im Pokal-Halbfinale noch einen Trumpf in der Hinterhand zu haben. Das Spiel benötigte etwas Anlaufzeit. Doch in der 10. Spielminute waren es die Gäste aus Südbaden, die zu einer ersten Torgelegenheit kamen. Nach einem schnellen Konter kam Stefanie Sanders zu einem Torschuss, doch Martina Tufekovic war zur Stelle, parierte zunächst mit dem Fuß und hielt anschließend das runde Leder fest.
Auch die nächste Chance der Partie bot sich für die Gästemannschaft. Doch auch diesmal war Tufekovic zur Stelle. Sie stand fast an der Strafraumkante, konnte allerdings zunächst mit dem Fuß klären und den folgenden Torschuss mit der Hand zu einer Ecke abwehren (18.). Das bisherige Spielgeschehen wurde in der 27. Minute auf den Kopf gestellt. Das Spielgerät landete bei Billa, die sich - auch mit etwas Glück - durchsetzen konnte. Die österreichische Nationalspielerin steckte für Lena Lattwein durch, die auf das Tor schoss. Merle Frohms, bis zu diesem Zeitpunkt ohne nennenswerte Spielaktion, kam nicht an den Ball und so kullerte das runde Leder an den Fingern der Freiburger Torhüterin vorbei in das Tor.
Die Antwort der Freiburgerinnen ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Es benötigte nur eine Ecke von Giulia Gwinn auf den langen Pfosten. Dort stand Anja Hegenauer frei und köpfte zum Ausgleich ein. Das Spiel startete damit wieder bei „Null“. Zudem war TSG-Trainer Jürgen Ehrmann gezwungen einen frühen Wechsel durchzuführen. Vor dem Führungstreffer für seine Mannschaft war Franziska Harsch im eigenen Strafraum am linken Oberschenkel getroffen worden. Zunächst konnte sie noch weitermachen, wurde allerdings in der 37. Minute von Isabella Hartig ersetzt. Gwinn blieb ein Unruheherd bei den Freiburgerinnen. So musste Tufekovic einen Torschuss der Offensivspielerin abwehren, schaffte dies allerdings auch ohne größere Mühen (41.). So blieb es bei dem Remis zur Halbzeit.
Die erste Offensivaktion in Halbzeit zwei bot sich erneut für die Freiburgerinnen. Den Schuss von Sanders hatte Tufekovic allerdings sicher. Nun brach Maximiliane Rall über die linke Außenbahn durch, zog in den Strafraum hinein und zog ab, doch das Glück war der Hoffenheimerin nicht hold. So war Frohms geschlagen, doch der linke Außenpfosten rettete (59.). Die Freiburgerinnen wussten allerdings jede Unachtsamkeit der Gastgeberinnen zu nutzen. Doch bei dem Torschuss von Gwinn hielt Tufekovic ihre Mannschaft im Spiel und wehrte das runde Leder ab (64.). Nun allerdings eine Aktion, die sich niemand auf dem Platz wünscht. Ohne Bedrängnis wollte Janina Minge den Ball zu ihrer eigenen Torfrau zurückspielen, doch Frohms befand sich an einer anderen Position, als Minge gedacht hatte. So versuchte Frohms noch an den Ball zu kommen, doch auch eine Grätsche brachte nicht den erhofften Erfolg aus SCF-Sicht. So rollte der Ball in das eigene Tor - die Gasgeberinnen wieder vorne (72.).
Trotz mehrerer Versuche der Gäste den Ausgleich zu erzwingen, sollte dies nicht glücken. So blieb es bei dem Heimsieg der TSG, durch den die Hoffenheimerinnen die Freiburgerinnen in der Tabelle überholen. Am 31.03. steht dieses Duell erneut an. Dann geht es allerdings um den Einzug in das Finale des DFB-Pokal-Finale der Frauen. TSG-Trainer Ehrmann wollte sich dabei nicht locken lassen. Er freue sich über den Heimsieg in der Liga, das Spiel in der Folgewoche werde erst ab der Vorbereitung auf dieses im Fokus stehen. Auch Torschützin Lattwein berichtete nach dem Spiel über das im Vorfeld als schwer eingeschätzte Duell. Dennoch wusste auch Lattwein die Leistung von Torhüterin Tufekovic zu würdigen. So habe sie die Mannschaft mehrfach vor einem Rückstand bewahrt.
Aufstellungen:
TSG 1899 Hoffenheim:
1 Tufekovic, 2 Linder, 4 Specht, 5 Bühler, 6 Lattwein, 8 Rall, 16 Billa (87. 23 Beuschlein),
17 Harsch (37. 13 Hartig), 18 Fühner. 28 Waßmuth (89. 9 Eberhard), 33 Dongus (C)
SC Freiburg:
1 Frohms, 2 Karl (84. 17 Wieder), 6 Naomoto (80. 21 Bühl), 7 Gwinn, 8 Knaak (C), 9 Minge, 13 Starke, 18 Sander (63. 15 Müller), 19 Lahr, 20 Stegmann, 24 Hegenauer
Schiedsrichterin: Michel (Gau-Odernheim)
Assistentinnen: Arlt, Poschmann
Tore: 1:0 27. 6 Lattwein, 1:1 30. 24 Hegenauer, 2:1 72. 9 Minge (ET)
Zuschauer: 630