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Die Rückkehr von Richard Sukuta Pasu an den Sandhäuser Hardtwald hatten sich alle Beteiligten angenehmer vorgestellt. Das Spiel am Freitagabend allerdings war ein Spitzenspiel im Tabellenkeller.
Der Tabellen-Sechzehnte SV Sandhausen musste im heimischen BWT-Stadion am Hardtwald gegen
den Meidericher SV aus Duisburg bestehen. Die einen Tabellenplatz schlechtere Mannschaft aus dem Ruhrpott galt es für die Mannschaft um Trainer Uwe Koschinat möglichst drei Punkte zu holen, um
zumindest über Nacht von dem Abstiegsrelegationsplatz auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern.
Nach dem furiosen 4:0 Heimsieg gegen Ingolstadt hatte Sandhausen in der Folge beim
SC Paderborn 3:3 gespielt, in Dresden allerdings verloren. Ebenfalls war in der zweiten
DFB-Pokal-Runde für die Kurpfälzer Endstation. Beim 1. FC Heidenheim mussten sie sich
geschlagen geben.
Die erste Torgelegenheit hatten allerdings die Gäste. Gleich eine Doppelchance musste SVS-Keeper
Niklas Lomb parieren. Den ersten Schuss ließ er noch prallen, den Nachschuss hatte er dagegen sicher (3.). Doch auch die Gastgeber versteckten sich nicht. Über die rechte Außenbahn gelangte das Spielgerät
zu Fabian Schleusener in der Mitte. Er nahm das Spielgerät an und zog ab, wobei das runde Leder
allerdings zu einer Ecke abgelenkt wurde (7.). Den freistehenden Korbinian Vollmann hatte er dabei
allerdings nicht gesehen, der in einer besseren Schussposition war. In der 12. Spielminute ging es erneut
in die Gegenrichtung. Ahmet Engin schoss einen Freistoß, der ohne weitere Ballberührung auf das Tor
kam, doch Lomb war auf der Hut und konnte zu einer Ecke klären.
Ein schon fast im Toraus geglaubter Steilpass wurde von Schleusener noch erlaufen, der das runde
Leder direkt in den Strafraum spielte, doch ein Duisburger konnte zur Ecke klären (15.). Nun landete das
Spielgerät im Gästetor. Der Torschütze Andrew Wooten drehte bereits zum Torjubel ab, doch der
Linienrichter hatte seine Fahne gehoben - Abseits (16.). Philipp Klingmann versuchte es in der
17. Spielminute mit dem Mute der Verzweiflung. Aus der Distanz verfehlte er allerdings das Tor deutlich.
Sollte nun per Standard der Führungstreffer glücken? Nachdem Vollmann in zentraler Position vor dem
Tor gefoult worden war, entschied Schiedsrichter Christof Günsch auf Freistoß. Die Standardsituation
brachte allerdings nicht den erhofften Effekt aus Gastgebersicht, da bereits an der Duisburger Mauer
kein Vorbeikommen war (33.).
Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Vollmann die Gelegenheit seine Farben in Führung zu bringen, doch nachdem er den Ball vor dem Strafraum behaupten
konnte, zog er überhastet ab und verfehlte das anvisierte Ziel um mehrere Meter (39.). So ging es ohne Treffer zum Pausentee. Während der Pause waren
die Auswechselspieler beider Mannschaften früh auf dem Platz um sich aufzuwärmen, doch zu Beginn verzichteten beide Trainer auf Wechsel. Es dauerte
bis in die 53. Minute, ehe erneut eine Offensivaktion notiert werden konnte. Moritz Stoppelkamp zog aus der Distanz ab, doch Lomb hatte das runde Leder
im Nachfassen sicher. Vor Ablauf der Spielzeit war der Arbeitstag für Sukuta Pasu beendet. Wie in seiner Zeit beim SV Sandhausen war „Richie“ glücklos geblieben und wurde durch MSV-Trainer Torsten Lieberknecht ausgewechselt (66.). Im weiteren Spielverlauf sollte nichts mehr passieren.
Den Schlusspunkt stellte ein Foul von WM-Teilnehmer Rurik Gislason dar, der im Zweikampf mit Enis Hajri zu spät kam und so ein Foul beging.
Während es für Hajri nicht weiterging und dieser durch Tim Albutat ersetzt wurde, sah Gislason die gelbe Karte.
Schlussendlich trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit dem torlosen Remis. Das Ergebnis hilft allerdings beiden Mannschaften nicht
weiter - dies auch, wenn beide Mannschaften zunächst an Magdeburg vorbeiziehen konnten. Nach der Länderspielpause geht es für die Sandhäuser
nach Kiel. Durch das 4:4 gegen Paderborn, das nach einem Zwei-Tore-Rückstand für die Mannschaft aus der Hansestadt heraussprang, dürfte das Selbstvertrauen bei den Kielern höher sein. Für den SVS gibt es hingegen nur eine Marschroute: Vor der Winterpause so viele Punkte wie nur möglich sammeln!
Aufstellungen:
SV Sandhausen:
29 Lomb, 4 Verlaat, 6 Linsmayer (C), 7 Wooten (87. 21 Guedé), 9 Gislason, 11 Schleusener (68. 16 Behrens), 19 Paqarada, 22 Vollmann (79. 25 Müller),
23 Karl, 24 Klingmann, 28 Förster
MSV Duisburg:
27 Mesenhöler, 3 Hajri (85. 14 Albutat), 4 Bomheuer, 6 Nauber, 7 Weigel, 9 Engin, 10 Schnellhardt, 17 Wolze (C), 19 Sukuta Pasu (66. 11 Iljutcenko),
24 Taschchy, 33 Stoppelkamp (73. 13 Daschner)
Schiedsrichter: Günsch (Berlin)
Assistenten: Brütting, Martenstein
Vierter Offizieller: Kessel
Tore: keine
Zuschauer: 5.534