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Das zweite Heimspiel der Saison und erneut galt es für die Mannschaft des
SV Sandhausen gegen eine große Mannschaft anzutreten. Auch wenn es im
BWT-Stadion am Hardtwald am vierten Spieltag „nur“ gegen den
1. FC Union Berlin ging, so standen die Köpenicker vor dem Spieltag
gemeinsam mit dem 1. FC Köln auf dem geteilten ersten Platz der Tabelle.
Der SVS, mit zum Teil unglücklichen Ergebnissen in die Saison gestartet,
ging es hingegen darum, die ersten Punkte der neuen Spielzeit zu sammeln.
Auch wenn es noch früh in der Saison ist, so zeigten sich Trainer Kocak und Geschäftsführer Schork bei der Pressekonferenz vor dem Spiel überzeugt
davon, dass der Knoten platzen und etwas Zählbares herausspringen könne. Dennoch war klar: je länger man dem Punkterückstand hinterherlaufen muss,
umso schwieriger wird es.
Für einen Neu-Berliner gab es am Spieltag ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Hübner, von 2013 bis 2016 noch im Trikot der Schwarz-Weißen,
ging es wieder an den Hardtwald. Nach der Zwischenstation bei Hannover 96, mit denen er den Aufstieg in die Bundesliga schaffte, ging es für den
1,91 m großen Verteidiger im Sommer in die Bundeshauptstadt. Neuzugang Zulj, der für ein Jahr von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen wurde
und Prömel, der früher beim Karlsruher SC spielte ging es ebenfalls zurück in eine bekannte Region. Zejnullahu hingegen, der in der Vorsaison an
den SV Sandhausen verliehen war, schaffte es nur in fünf Testspielen in den Kader, durfte aber nicht in der Bundesliga ran. Zudem ist Mees derzeit
verletzt. Auch er hat eine Hoffenheimer Vergangenheit.
Mit Hübner, Prömel und Zulj starteten drei der zuvor genannten direkt von Beginn. Die Hausherren waren es aber, die von Anfang an griffiger
spielten. Man konnte sofort merken, dass die Kurpfälzer die Punkte im eigenen Stadion behalten wollten. Auch wenn die Gäste den ersten Angriff
ausspielen konnten, den Lomb halten konnte (9.), waren es danach die Hausherren, die den Ton angaben. In der 11. Spielminute chippte Kister den
Ball auf Schleusener im Unioner Strafraum, doch der Linienrichter hatte die Fahne gehoben - Abseits. Kaum war diese Szene vergangen, versuchte
sich Jansen aus der Distanz, doch Ginkiewicz lenkte das Spielgerät über die Querlatte (12.).
Nun eine Spielszene, die für Aufregung sorgte. Schleusener konnte mit dem Ball in den gegnerischen Strafraum einlaufen, umkurvte Ginkiewicz, kam
dann allerdings zu Fall. Schiedsrichter Gerach entschied allerdings unverzüglich auf Weiterspielen. Eine Entscheidung, die den SVS-Fans nicht passte.
Hier hatten die Anhänger der Schwarz-Weißen mit einem Elfmeterpfiff gerechnet (17.). Immerhin: Schleusener stand kurze Zeit später wieder und konnte
weiter am Spielgeschehen teilnehmen. Die Stimmung auf dem Platz und den Rängen kippten in der 24. Spielminute leicht. Hedlund fuhr per Grätsche
dem wegrennenden Förster in die Parade und sah daraufhin die gelbe Karte von Schiedsrichter Gerach. In der Folge gab es allerdings ein kleines
Gerangel unmittelbar dort, wo das Foul stattgefunden hatte.
Ein Fehler von Karl wäre die Sandhäuser um ein Haar teuer zu stehen gekommen. Der Innenverteidiger erwischte den Ball nicht richtig und wollte diesen
in der Folge aus der Gefahrenzone köpfen, legte dabei allerdings unfreiwillig für Hedlund auf, der sich sofort auf den Weg zum Tor der Hausherren
aufmachte. Aus spitzem Winkel flog das runde Leder aber am Tor von Lomb vorbei (31.). Die Gelegenheit es besser zu machen bot sich nur eine Minute
später auf der Gegenseite. Behrens wurde im Strafraum angespielt und konnte schießen, der Schuss landete aber direkt bei Torhüter Ginkiewicz, der
das Spielgerät festhalten konnte (32.). Vor der Halbzeit war keine Gefahr mehr gegeben. So ging es torlos in die Halbzeit.
Kaum hatte der zweite Durchgang allerdings begonnen, durfte sich ein Stürmer auf sein lange herbeigesehntes Comeback freuen. Wooten kam für
Förster in die Begegnung (49.). Die erste gute Offensivchance hatte allerdings nicht der neugekommene Stürmer. In der 52. Minute schoss Behrens auf
das Gästetor, verfehlte dieses aber knapp. Die erste Torannäherung konnte Wooten in der 60. Spielminute für sich verbuchen. Nach einer Flanke von
Paqarada flog sein Kopfball allerdings links am Tor von Ginkiewicz vorbei. Union meldete sich in der 63. Spielminute offensiv zu Wort. Prömel konnte den
Ball etwa 30 Meter vor dem Sandhäuser Tor gewinnen, spielte zu Hedlund, der an der Strafraumkante für Zulj ablegte. So konnte die Hoffenheimer
Leihgabe Torhüter Lomb prüfen, überwand ihn aber nicht.
Kaum im Spiel, hatte der Sandhäuser WM-Fahrer Gislason eine Torgelegenheit. Nachdem Müller nach Ballverlust im Zweikampf geblieben war und den
Ball zurückgewinnen konnte, passte er zu Jansen, der von der linken Seite eine Flanke auf den langen Pfosten zu Gislason schlug, doch das Spielgerät
wurde von Ginkiewicz gehalten (84.). Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit kam Prömel aus der Distanz zum Abschluss, doch Lomb konnte den
Rückstand verhindern (89.). Als bereits die Nachspielzeit lief, hatten die Sandhäuser eine schöne Ballstafette im Mittelfeld, doch als der Ball zum
Klingmann in den Strafraum gelangte, war Ginkiewicz zur Stelle (90.+1). Gislason war der Schlusspunkt im Spiel vorbehalten, doch der Schuss des isländischen Nationalspielers konnte Ginkiewicz zu einer Ecke abfälschen. Diese Ecke brachte aus Gastgebersicht nicht das gewünschte Ergebnis.
So blieb es beim torlosen Remis, das aber immerhin den ersten Punktgewinn der aktuellen Spielzeit für die Sandhäuser bedeutete. Nach der
Länderspielpause geht es für den SVS zum SV Darmstadt 98, ehe am vierten Spieltag der 1. FC Köln an den Hardtwald kommt.
Aufstellungen:
SV Sandhausen:
29 Lomb, 4 Verlaat, 6 Linsmayer (C), 11 Schleusener (83. 9 Gislason), 14 Kister, 16 Behrens, 19 Paqarada (73. 25 Müller), 23 Karl, 24 Klingmann,
27 Jansen, 28 Förster (49. 7 Wooten)
1. FC Union Berlin:
1 Ginkiewicz, 5 Friedrich, 10 Anderson, 14 Reichel, 17 Hedlund (68. 7 Hartel), 18 Redondo (59. 11 Gogia), 19 Hübner, 21 Prömel, 24 Schmiedebach,
28 Trimmel (C), 32 Zulj (81. 23 Kroos)
Schiedsrichter: Gerach (Landau)
Assistenten: Winter, Klein
Vierter Offizieller: Bergmann
Tore: keine
Zuschauer: 5.517