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Kurz gemeldet

 

Dem Europa League-Aus folgt weitere Bundesliga-Pleite

Konnten die Hoffenheimer in der Vorwoche noch fast in letzter Minute den Ausgleich gegen Frankfurt erzielen, so

war die vergangene Woche zum Vergessen. Die Kraichgauer hatten sich zunächst viel vorgenommen, wollten durch einen Sieg bei Braga das Weiterkommen in Europa erreichen. Dieser Plan scheiterte allerdings. Dem frühen Gegentreffer folgten bei der 1:3 (0:1) Auswärtsniederlage zwar noch der zwischenzeitliche Ausgleich, doch die

TSG’ler rannten danach blind in zwei Konter, die die Portugiesen verwandeln konnten. Damit stand fest: an der

K.o.-Phase wird Trainer Nagelsmann mit seiner Mannschaft nicht teilnehmen. Doch wenn es in der Euro-League

schon nicht läuft, dann trägt ja vielleicht die Bundesliga zur Stimmungsaufhellung bei. Die Sonntagspartie bei den „Rothosen“ vom Hamburger SV aber verlief ähnlich. Hatte zunächst Gnabry die Chance seine Farben früh in

Führung zu bringen (2.), scheiterte er nur knapp. Danach leitete Akpoguma, der nach seiner Verletzung und ausgefallenen Spielern in der Defensive zunächst öfter zum Einsatz kam, den erneuten Negativlauf ein. Nach einer Hereingabe von Santos wollte er vor Arp retten, bugsierte das runde Leder aber in das eigene Tor (6.). Danach

bekamen die Hoffenheimer nicht mehr viel auf die Reihe. Zu vielen individuellen Fehlern folgte Ideenlosigkeit. So

kam es, wie es kommen musste. Zunehmend hatte der Bundesliga-Dino Torchancen. Zwar ließen die Hanseaten

beste Gelegenheiten liegen, so wie beim Lattentreffer von Wood, doch bei einer Überlegenheit in der Offensive

reichte es für zwei weitere Treffer. So mussten die Kraichgauer auch aus Hamburg die Heimreise ohne Punkte

antreten. Die kommende Aufgabe wird zudem nicht weniger leicht. Am Samstagnachmittag gastieren die

„roten Bullen“ aus Leipzig in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena, doch die Ausgangslage ist konträr. Gelingt gegen

den amtierenden Vizemeister wieder ein Punktgewinn?

 

Unruhe beim „Effzeh“

Über vier Jahre schafften es die Kölner Ruhe in den sonst so unruhigen Verein einkehren zu lassen. Höhepunkt der

selbst inszenierten Gelassenheit das Video von Ex-Sportdirektor Schmadtke, der in der Aufstiegssaison das Mittel

der Selbstironie verstand und zur Ruhe ermahnte. Doch nun droht die Stimmung zu kippen. Zunächst ging

Schmadtke, nun steht das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga schon fast mit dem Rücken zur Wand.

Nach 13 Spieltagen stehen die Kölner nur mit zwei Punkten da, dafür aber mit elf Niederlagen. Gegen Berlin gab es

für den 1. FC Köln nichts zu holen. 0:2 hieß es nach Ablauf der 90 Minuten an der Anzeigentafel. Die Luft wird

zunehmend dünner. Auch das öffentliche Ringen um den Hannoveraner Sportdirektor Heldt wird in der Öffentlichkeit

diskutiert. Hier erteilte 96-Präsident Kind aber bereits vor dem Freitagabendspiel gegenüber Eurosport eine klare

Absage. „Ich weiß, dass der 1. FC Köln ein Problem hat. Wenn die erwarten, dass 96 das Problem löst, um dann

im Ergebnis ein eigenes Problem zu haben, das ist kein Geschäftsmodell über das man ernsthaft diskutieren

kann“, sagte er dem TV-Sender. Auch Heldt selbst wiegelte das Thema ab. „Ich habe gesagt, dass ich das nicht

kommentiere“, fasste sich der frühere Kölner Spieler kurz. Der frühere Münchner Sportdirektor Sammer, der

inzwischen als Experte für den Sender tätig ist, hat auch eine klare Meinung zu den Gerüchten „Für 96 wäre es ja

auch Wahnsinn. Ich bin ein Verfechter davon, herauszustellen, wie wichtig die Position eines Sportdirektors ist“,

fügte Sammer an. Es bleibt also spannend, ob sich die Lage rund um das Geißbockheim beruhigt. Die sportliche

Situation und das in die Öffentlichkeit getragene Ringen um Heldt tragen hierzu sicherlich nicht bei.

 

Derby-Wahnsinn in Dortmund

Am 13. Spieltag war es wieder soweit. Dortmund gegen Schalke, das Derby aller Derbys in der Fußball-Bundesliga.

Die Schwarz-Gelben begannen furios und gingen mit 4:0 zur Halbzeit in Führung. Ein komfortables Polster, sollte

man annehmen, doch Schalke schaffte es, das Spiel zu einem 4:4 zu wenden. Ein Punkt entführt. So sehr sich die

Schalker über die gezeigte Moral und den Punkt freuen können, so sehr müssen sich die Dortmunder nun

hinterfragen. Unrühmlicher Höhepunkt: die gelb-rote Karte gegen Aubameyang. Auch wenn BVB-Trainer Bosz nach

Spielende anmerkte, dass Kehrer im ersten Durchgang eine Ampelkarte hätte sehen müssen, so erwies der Gabuner

seiner Mannschaft einen Bärendienst. So sagte Bosz nach Spielende gegenüber sky: „Das darf nie passieren (…)

auch nicht, wenn wir eine rote Karte bekommen. Wir haben keinen Fußball mehr gespielt und die Räume nach vorne

nicht genutzt.“ Wenig Trost also, dass die Dortmunder „vielleicht mit Auba (Aubameyang Anm. d. Red.) das fünfte

Tor machen müssen“. Entgegengesetzt dazu das Stimmungsbild seines Pendants Tedesco „Es war eine ganz

schwierige Anfangsphase, in der die Dortmunder uns überrannt haben. Da war jeder Schuss ein Treffer, das ist nicht

einfach wegzustecken“, so der Schalker Fußball-Lehrer, „Wir wollten dann die zweite Halbzeit gewinnen, das war das

Ziel. Realistisch wäre nicht gewesen, dass wir noch 4:4 spielen. Nach dem 4:3 haben wir dann alle dran geglaubt.“ Zur

Feier des Tages gab der Trainer dann auch für den Folgetag trainingsfrei. Mit „Ja, morgen ist frei“, belohnte er

„die Jungs“ vor laufender Kamera.

 

Rangnick bleibt

Zuletzt war bereits darüber spekuliert worden, nun ist es Gewissheit. Rangnick, dessen Vertrag beim Bundesligisten

RB Leipzig noch eine Laufzeit bis Juni 2019 besessen hatte, hat diesen vorzeitig verlängert. Damit hat sich der

Fußball-Lehrer um weitere zwei Jahre, bis 2021, an die Sachsen gebunden. Die Katze wurde dabei von

Geschäftsführer Mintzlaff bei der Weihnachtsfeier aus dem Sack gelassen. „Ich bin froh darüber, dass meine Zukunft

weiterhin in diesem tollen Klub liegt, der eine fantastische Entwicklung genommen hat und dessen Weg aus meiner

Sicht noch lange nicht zu Ende ist. Nach spannenden Jahren der Aufbauarbeit haben wir uns in der Bundesliga

etabliert und spielen auch bei unserer ersten internationalen Teilnahme eine gute Rolle“, freute sich der Schwabe, der

bereits seit 2012 die Geschicke der „roten Bullen“ leitet. War er zunächst für die Vereine in Salzburg und Leipzig

zuständig, so ist er dies seit Juli 2015 nur noch für die Sachsen. Geschäftsführer Mintzlaff sagte: „Wir freuen uns sehr,

dass wir den Vertrag mit Rangnick vorzeitig um zwei Jahre verlängern konnten. Er ist der sportliche Motor unseres

Vereins und daher auch elementar für unsere zukünftige Entwicklung. Wir haben nun Planungssicherheit und werden

unseren eingeschlagenen Weg nachhaltig und konsequent fortsetzen.“

 

Wieder schwere Zeiten an der Mulde

Sind die Erinnerungen an die spektakuläre Aufholjagd der Schwäne aus Zwickau noch präsent, so gerät der FSV auch

in dieser Spielzeit in die Bredouille. Auch das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden ging verloren. Mit 0:2 (0:1) unterlag

die Mannschaft von Trainer Ziegner zu Hause am Samstagmittag gegen die Hessen. Mit nun vier Siegen, vier

Unentschieden und neun Niederlagen nach 17 Spieltagen rangieren die Vogtländer auf dem direkten Abstiegsplatz 18.

Zwar ist die Tabelle noch eng beieinander, Platz elf und 19 trennen gerade einmal fünf Zähler, so läuft man Gefahr, in

der Rückrunde den nun liegengelassenen Punkten hinterherzulaufen. Nicht in jeder Saison muss eine solche

Aufholjagd glücken, wie sie zwischen Dezember 2016 und Frühjahr 2017 gelang. Dennoch gab es bei den Drittligisten

auch positive Nachrichten. Der Sportdirektor Wagner bleibt bis 2020 in Amt und Würden in Westsachsen. Zumindest

für den Fall, dass im „Schwanennest“ weiterhin Profifußball gespielt wird. Am Samstagmittag gastieren die Zwickauer

bei Fortuna Köln. Eventuell gelingt ja in der Domstadt der fünfte Saisonsieg.

 

Messi-Wahnsinn

Auch in Katalonien wurde ein Vertrag verlängert, der zum Saisonende ausgelaufen wäre. Auch hier wichtig für den

Verein. Doch es wurde kein Funktionär gehalten, sondern der Leistungsträger schlechthin beim FC Barcelona. Bereits

seit 17 Jahren schnürt Messi bereits seine Fußballschuhe für die Katalanen. So soll es auch bis Sommer 2021 bleiben.

Einzige Voraussetzung: niemand zieht die aberwitzige Ablösesumme von 700 Mio. Euro. In bisher 602 Spielen

kommt der Argentinier bisher auf 523 Tore. Mit Toren geizt der quirlige Offensivspieler selten. In der vergangenen

Spielzeit traf er 37 Mal – so oft wie noch niemand zuvor. Auch in der aktuellen Saison versenkte er das runde Leder in

zwölf Ligaspielen bereits zwölf Mal. Acht Meisterschaften, vier Champions League-Titel und drei Siege bei der Club-WM.

Dazu noch die Auszeichnungen von FIFA und UEFA zum besten Spieler der Welt bzw. dem besten Spieler Europas. Die

Titelsammlung des 30-Jährigen ist beachtlich.

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