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Breitner erzielte das Tor des Tages Foto: Fussball Media

„Hoffe“-Frauen setzen Aufwärtstrend fort

 

Am Sonntagmorgen gastierte die Mannschaft des MSV Duisburg im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion. Nach zwei Siegen in Folge, wollte die Mannschaft von Trainer Ehrmann den Aufwärtstrend fortsetzen und auch gegen die bisher punktlosen Duisburgerinnen gewinnen. Bereits in der dritten Spielminute kamen die TSG-Frauen zu einer ersten Torgelegenheit. Steinert wurde über die rechte Seite auf die Reise geschickt, zog ab, doch Torhüterin Nuding parierte den Schuss.

 

Die Gäste aus der Ruhr-Metropole versuchten sich hingegen zuerst per Standardaktion. Nach einem Freistoß war so Gefahr geboten, doch Abt war zur Stelle (11.). Ein probates Mittel schienen für die Gastgeberinnen Fernschüsse. Beim Aufwärmen war zu beobachten, dass Nuding den einen oder

anderen Ball, der zuvor aufgesprungen war, nicht hatte festhalten können. Rall zog zunächst ab, doch

die Duisburger Torhüterin hatte den Schuss sicher (17.). Auch in der 19. Minute war die Schlussfrau auf dem Posten. Beck versuchte per Schnittstellenpass Evels in Szene zu setzen, Nuding war aber vor der Offensivspielerin am Ball.

 

Die Hoffenheimerinnen blieben über weite Phasen die spielbestimmende Mannschaft, dennoch konnten sie keine gefährliche Toraktion kreieren. So kamen die Gäste in der 33. Spielminute zu einer Torgelegenheit. Rijsdijk gab einen Schuss von der rechten Strafraumseite ab, der Ball flog allerdings am linken Pfosten vorbei - um ein Haar hätten die Duisburgerinnen den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

 

Beim darauffolgenden Schuss, der ebenfalls von Rijsdijk abgegeben wurde, musste Abt eingreifen.

Ohne Probleme hielt die Torhüterin ihr Tor aber sauber (34.). Nun versuchte sich F. Dongus aus der Distanz. Nuding parierte aber auch diesen Schuss (37.). Das Anrennen der Hoffenheimerinnen hätte

sich fast gerächt. In der 38. Minute starteten die MSV-Spielerinnen einen Konter. Dunst ließ T. Dongus stehen und zog ab. Abt war aber erneut zur Stelle und verhinderte den Einschlag in ihrem Tor.

 

Was F. Dongus zwei Minuten zuvor versucht hatte, versuchte auch Hartig. Doch ebenso wie bei ihrer Mannschaftskameradin konnte Nuding auch diesen Schuss festhalten. Der Torschuss war zudem die

letzte Aktion der Mittelfeldspielerin. Hartig griff sich an den rechten hinteren Oberschenkel und wurde von

Fühner ersetzt (41.). TSG-Trainer Ehrmann sagte nach dem Spiel, dass Hartig wohl vor dem Spiel bereits

getaped worden sei, was er aber nicht mitbekommen hatte. Bereits da habe der Oberschenkel wohl

gezwickt. Die Spielerin hätte aber von sich aus erkannt, dass sie das Spiel nicht weiterführen konnte und

so ein Zeichen gegeben, dass sie ausgewechselt werden musste.

 

Kaum war der Wechsel vollzogen, zeigte die Unparteiische auf den Punkt. Himmighofen war im eigenen Strafraum etwas zu forsch gegen ihre Gegenspielerin vorgegangen. Sehr zum Leidwesen ihres Trainers. Franz-Pohlmann sagte nach dem Spiel sichtbar verärgert, dass sie ihre Gegenspielerin nur hätte stellen müssen, da sich die Szene am rechten Strafraumrand, nahe der Torauslinie abgespielt hätte. Doch anstatt die „richtige Lösung“ zu suchen, beging sie das Foulspiel (43.). Kapitänin Breitner legte sich den Ball zurecht und verwandelte den Strafstoß (44.).

 

Noch vor der Pause versuchten die Hoffenheimerinnen einen weiteren Treffer zu der knappen, nicht aber unverdienten Pausenführung. Die Hoffenheimerinnen waren es auch, die griffiger aus der Halbzeitpause zurückkamen. Es dauerte allerdings bis in die 52. Spielminute, ehe Breitner einen Freistoß auf F. Dongus schlug. Diese kam zu einem Kopfball, doch das runde Leder rollte rechts am Duisburger Tor vorbei. Beck schloss nun auch im Strafraum ab. Himmighofen,

die noch im ersten Durchgang den Elfmeter verschuldet hatte, machte ihren Fehler wieder wett. Kurz vor der Linie klärte sie den Schuss der Hoffenheimer Mittelfeldspielerin und verhinderte so den Zwei-Tore-Rückstand (56.).

 

War es zunächst den Gästen geschuldet, dass der Treffer nicht fiel, geriet nun Scheidsrichter-Assistentin Klimm in den Fokus. Nachdem Kirchberger wohl

über ihre eigenen Füße gestolpert war und Billa das Spielgerät im Gästetor versenkte, hob die Assistentin auf der Gegenseite ihre Fahne, Schiedsrichterin Dieckmann pfiff ab und gab den Treffer nicht (60.). Breitner sagte nach dem Spiel, auf diese Szene angesprochen, dass sie zwar etwas entfernt und daher keine optimale Sicht hatte, sie aber der Meinung war, dass kein Foul der österreichischen Nationalspielerin vorgelegen hatte.

 

Doch nun bäumten sich wieder die Gäste auf. In der 67. Spielminute musste Abt retten. Morina konnte über den rechten Flügel in die Mitte passen, doch ehe

ihr Zuspiel einen Abnehmer finden konnte, war die Chance auch schon passé. Fühner, die nach dem Spiel ein Extra-Lob von Ehrmann erhielt schoss von

halbrechts auf des Gegners Tor, doch wieder einmal verhinderte Nuding den Gegentreffer. Die Torhüterin riss reaktionsschnell ihre Arme nach oben und

klärte so auf Kosten einer Ecke (71.).

 

Auch in der 82. Minute war Nuding zur Stelle. Die eingewechselte Waßmuth versuchte den Ball in die Mitte des Strafraumes zu legen, doch der Fels in der Duisburger Brandung klärte erneut zu einer Ecke. Der letzte Torschuss des Tages wurde von Fühner abgeben. Doch auch diesen Versuch wusste Nuding

zu entschärfen. Den Ball lenkte die Torhüterin über die Latte hinweg in das Torhaus ab. So blieb es bei dem knappen Heimsieg. Gästetrainer

Franz-Pohlmann hob in der Pressekonferenz hervor, dass dies die achte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied gewesen sei, das neunte Spiel wurde deutlicher verloren.

 

Trotz des dritten Sieges in Folge monierte Breitner, dass es der Mannschaft nicht gelungen war, „den Sack früher“ zuzumachen. Das Ziel sei nun aber im

DFB-Pokal (03.12.2017, 14:00 Uhr), zu Hause gegen den SC Freiburg eine Runde weiterzukommen. Auch eine Woche später in Potsdam sei das Ziel möglichst etwas Zählbares mit in den Kraichgau zurückzunehmen. Auch Mittelfeldspielerin Beck, die trotz dem zu erwartend schweren Spiel gegen eine Mannschaft, die „heute eigentlich punkten musste“, sieht die Mannschaft auch für jene Aufgaben, die vor der Winterpause noch warten, gut gerüstet.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

27 Abt, 7 Evels (77. 28 Waßmuth), 8 Rall, 10 Beck, 12 Breitner (C), 13 Hartig (41. 18 Fühner), 16 Billa, 19 Steinert (84. 2 Linder). 26 Howard, 32 T. Dongus,

33 F. Dongus

 

MSV Duisburg:

23 Nuding, 7 Richter, 11 Ciesielska (27. 8 Morina), 16 Dieckmann, 17 Zielinski (66. 9 Bakker), 18 Dunst (72. 13 Wu), 21 Himmighofen, 22 Martini,

24 Kirchberger, 25 Rijsdijk, 33 Radtke (C)

 

Schiedsrichterin: Dieckmann (Essen)

Assistentinnen: Geweke, Klimm

 

Tor: 1:0 44. 12 Breitner (FE)

 

Zuschauer: 470

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