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Mit seinen beiden Treffern der Matchwinner am "Bölle" - Sukuta Pasu Foto: Fussball Media

Sandhausen gelingt erster Sieg in Darmstadt

 

Zum Auftakt des 14. Spieltages ging es für den SV Sandhausen rund 65 km auf der Autobahn in Richtung Norden. Zu Gast waren die Kurpfälzer im altehrwürdigen „Bölle“ in Darmstadt, um gegen die „Lilien“ anzutreten. Das Auswärtsspiel stand dabei unter schwierigen Vorzeichen. Am Böllenfalltor konnten die Sandhäuser in drei Spielen bisher noch nie gewinnen. Zwei Siege holten die Hessen im eigenen Wohnzimmer, einmal wurden die Punkte geteilt. SVS-Trainer Kocak hatte im Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Duisburg wieder auf die Startelf vertraut, die auch vor der Länderspielpause von Beginn an auf dem Platz stand.

 

Trotz der winterlichen Temperaturen, knapp über dem Gefrierpunkt, begannen beide Mannschaften offensiv, konnten sich aber weitestgehend im Mittelfeld egalisieren. Manchmal geriet Schiedsrichter Dietz in den Mittelpunkt der Spieler, der Münchner aber blieb bei seiner Linie und scheute auch nicht das verbale 1:1 mit dem einen oder anderen Spieler.

 

Die erste gefährliche Torchance für die Gäste landete im Tor der Hausherren. Sukuta Pasu wurde vor dem Strafraum angespielt und konnte den Ball an seinem Gegenspieler vorbei mitnehmen. So drang er in den Strafraum ein und versenkte das runde Leder in den Maschen. Mall blieb dabei ohne Abwehrchance (17.). Dass das Tor wohl irregulär war, da Sukuta Pasu die Arme eng beim oder gar am Ball hatte, war den Sandhäusern zu diesem Zeitpunkt wohl egal. Für Sukuta Pasu Balsam für die Seele, nachdem der Offensivspieler gegen Duisburg noch zahlreiche Torchancen vergeben hatte.

 

Nun flachte die Partie etwas ab. Zwingende Aktionen gab es vor den Toren erst einmal nicht

mehr. Erst in der 34. Spielminute sorgte ein Standard für Gefahr. Eine Flanke von halbrechts

landete genau auf dem Kopf von Sulu, doch der Ball flog knapp über das Tor von SVS-Keeper

Schuhen. Kurz vor der Halbzeit waren es erneut die Sandhäuser, die sich eine Torchance

erarbeiteten. Nach einem Wechsel auf Sandhäuser (39.) und einem Doppelwechsel bei den

Gastgebern (40.), flog der Ball nach einem Freistoß von Daghfous durch den Strafraum. Am

langen Pfosten kam Höler an das Spielgerät, sein Schuss flog aber links am Tor vorbei (42.).

Kurz vor dem Pausenpfiff dann aber ein weiterer Darmstädter Angriff. Sirigu brachte den Ball

von der rechten Seite an den kurzen Pfosten. Hier war Maclaren eingelaufen, erreichte den Ball

aber nicht. Schuhen hingegen war zur Stelle und hielt den Ball fest.

 

So blieb es bei der knappen Pausenführung für die Gäste. Weiter ging es für beide Mannschaften aber ohne weitere Wechsel. In der 60. Minute gab es Aufregung auf dem Platz. Sulu grätsche von der Seite in Höler hinein und sah dafür eine gelbe Karte (60.). Nun sorgten die Sandhäuser selbst für Gefahr

vor dem eigenen Tor. Kister köpfte gegen den Hinterkopf von Maclaren, der Ball flog aber - glücklich für die Gäste - knapp über die Querlatte (67.). Doch

kaum war diese Chance vergangen, da durften erneut die Gäste jubeln. Nach einem Pass von Jansen stand Sukuta Pasu erneut richtig. Aus halblinker

Position schob er den Ball in die lange Ecke (71.).

 

Die Darmstädter Anhänger gaben die Marschrichtung für die letzten zehn Minuten aus. „Wir woll’n euch kämpfen seh’n“ schallte es von der Tribüne, auf der

die treuesten Fans zusammengekommen waren.  War Sukuta Pasu in der 84. Minute noch dem Hattrick nahe, nachdem ein Freistoß von Daghfous von

Kister am kurzen Pfosten verlängert wurde, da gelang den Darmstädtern der Anschlusstreffer. Schuhen schien noch am Ball, da wurde das Spielgerät doch noch weggespitzelt. Jensen schob ein (84.). Sollte gar der Ausgleich für die Gastgeber fallen? Während der dreiminütigen Nachspielzeit wurde noch etwas gezittert, doch es blieb bei dem Auswärtserfolg.

 

Einziger Wermutstropfen blieb, dass Paqarada mit Pferdekuss und Kulovits mit Verdacht auf einen Unterarmbruch ausgewechselt werden mussten. Der Sandhäuser Spielführer würde nach Aussage von Geschäftsführer Schork bereits am Abend in einer Heidelberger Klinik untersucht. Sollte sich die erste Diagnose bestätigen, so könnte der bodenständige Österreicher rund drei Monate ausfallen. Genau konnte Schork keine Prognose abgeben. Sukuta Pasu dagegen strahlte nach dem Spiel in der Mixed Zone. Ob der Ball an seinen Unterarm gesprungen war, konnte der Offensivspieler nicht sagen. Er hätte es

nicht mitbekommen. Nach dem Spiel hätte er allerdings gehört, dass es wohl ein Handspiel und damit ein irregulärer Treffer gewesen sei.

 

Bereits am kommenden Freitag geht es für die Mannschaft von Trainer Kocak weiter. Am heimischen Hardtwald gastiert Heidenheim zum

Baden-Württemberg-Derby. Kann der Mannheimer viel Positives nach dem „sehr guten Spiel“ mitnehmen, so muss sein Pendant unter der Woche das

Spiel aufarbeiten. Nach dem laut eigener Aussagen schlechten Spiel gastieren die Hessen in der Bundeshauptstadt bei Union Berlin. Gegen die

Köpenicker wollen Frings und seine Mannschaft die drei Punkte ergattern.

 

Aufstellungen:

 

SV Darmstadt 98:

23 Mall, 4 Sulu (C), 6 Mehlem, 8 von Haacke (40. 9 Maclaren), 15 Boyd, 17 Sirigu (67. 20 Sobiech), 19 Großkreutz, 26 Jensen, 32 Holland, 34 Altintop,

36 Kamavuaka (40. 25 Stark)

 

SV Sandhausen:

16 Schuhen, 6 Linsmayer, 8 Daghfous, 9 Höler (87. 37 Derstroff), 10 Sukuta Pasu, 14 Kister, 19 Paqarada (39. 23 Karl), 21 Stiefler, 24 Klingmann,

31 Kulovits (C) (56. 27 Jansen), 34 Knipping

 

Schiedsrichter: Dietz (München)

Assistenten: Huber, Ostheimer

Vierter Offizieller: Brütting

 

Tore: 0:1 17. 10 Sukuta Pasu, 0:2 71. 10 Sukuta Pasu, 1:2 84. 26 Jensen

 

Zuschauer: 14.650

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