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Zum Duell der Tabellennachbarn reisten die Sanderinnen nach Hoffenheim. Zudem ein badisches Duell. Hatten die Hoffenheimerinnen in der Vorwoche noch in Freiburg kurz vor Schluss einen Gegentreffer und damit eine Niederlage hinnehmen müssen, so war die Mannschaft von Trainer Ehrmann auf Wiedergutmachung aus. Bei einem Sieg konnten die Kraichgauerinnen gar punktgleich auf die Mannschaft aus der Ortenau aufschließen.
Die Bedingungen vor dem Spiel waren allerdings alles andere, als optimal. Tristes Novemberwetter bot sich rund um das Dietmar-Hopp-Stadion - vor und während dem Spiel ergossen sich ergiebige Regenschauer über das Grün auf dem Platz. Trotz des Wetters starteten beide Mannschaften offensiv. So kamen die Hoffenheimerinnen bereits in der zweiten Spielminute zu einer Torgelegenheit. Steinert schlug über die rechte Außenbahn eine Flanke in den Strafraum. Hier war Billa optimal positioniert und setzte einen Kopfball an. Torhüterin Schlüter aber war zur Stelle und konnte so den frühen Führungstreffer verhindern.
Nun starteten die Gäste ihren ersten Angriff. In der Mitte vor dem Strafraum legte Feiersinger den Ball nach rechts zu Arnold, doch Abt konnte den Schuss der Sanderin parieren (6.). Billa setzte Steinert per optimalem Schnittstellenpass in Szene setzen. Der Schuss der Defensivspielerin wurde aber von Schlüter zu einer Ecke abgelenkt (15.). Eine Schrecksekunde bei den Gastgeberinnen dann in der 17. Minute. Abt glitt der Ball nach einer Ecke durch die Hände. Allerdings konnte der Ball geklärt werden, ehe Sand zu einer Torgelegenheit kam.
Dann erneut eine Großchance für die TSG. Beck zog aus gut 18 Metern ab, doch
Schlüter kam noch mit den Fingerspitzen an das Spielgerät. So landete der Ball am
Lattendreieck (19.). In der 23. Minute konnte Hartig einen Konter der Gäste
unterbinden und startete einen Gegenangriff. F. Dongus zog ab, doch der Ball
landete zentral bei Schlüter. So konnte sie auch diesen Torschuss parieren. Dann
eine Schrecksekunde für die TSG. Zunächst grätschte Rall am Ball vorbei, dann
wurde T. Dongus überlaufen. Schiedsrichter-Assistentin Brückner hatte allerdings
die Fahne gehoben und so wurde die Szene abgepfiffen (27.).
Ähnlich knapp ging es in der 32. Spielminute zu. Eine Ecke für den SCS landete bei Burger. Die österreichische Nationalspielerin köpfte allerdings knapp rechts am Tor vorbei. Burger war nur eine Minute später an dem nächsten Angriff beteiligt. Ihre Flanke landete zunächst bei Feiersinger, doch sie traf den Ball nicht richtig. So rollte das runde Leder knapp am Tor der Gastgeberinnen vorbei (33.).
Vojtekova ging an der rechten Außenbahn zu rüde in den Zweikampf gegen Steinert. Der Ball war bereits weg. Steinert blieb liegen und musste behandelt werden. Nach einer kurzen Behandlungspause ging es für die Hoffenheimerin aber weiter -Vojtekova wurde zudem mit einer gelben Karte durch die Unparteiische bedacht (35.). In der 39. Minute legte sich Beck den Ball zurecht und schlug einen Freistoß aus rund 25 Metern. Schlüter wäre nicht an den Ball gekommen, doch das runde Leder schlug nur gegen das Lattendreieck (39.). Kurz vor der Pause bot sich noch eine Torchance für Arnold, doch ihr Torschuss wurde von Abt mit dem linken Arm pariert. Auch der Nachschuss blieb ohne Erfolg. So ging es torlos zum Pausentee.
In der 55. Spielminute flankte Pankratz den Ball von der linken Seite in den Strafraum. Rall kam per Kopf an das Spielgerät, bekam aber nicht genug Druck hinter dieses. So rollte der Ball rechts am Tor der Sanderinnen vorbei. Nun versuchte es Tietge aus der Distanz. Aus rund 35 Metern zog sie ab, doch der Ball flog rechts am Tor vorbei (65.). In der 66. Minute versuchte es erneut Beck, doch ihr Schuss wurde zu einer Ecke abgefälscht. Nur eine Minute später hatten einige Zuschauer einen Torschrei auf den Lippen. Anstatt im Tor zu landen, rollte das Spielgerät aber knapp rechts am Tor vorbei (67.).
Wieder gab es auf der Gegenseite eine Torgelegenheit. Nach einem Querschläger im TSG-Strafraum rutschte Burger in den Ball, doch wieder rollte dieser nur rechts am Tor vorbei (68.). Auch ein Konter der Sanderinnen wurde vereitelt. Zunächst legte Feiersinger den Ball am Strafraum in die Mitte zu Burger, doch Abt war herausgelaufen und konnte so erneut einen Treffer verhindern (69.). Nun hatte Kapitänin van Bonn eine Torgelegenheit. Nachdem Meyer den Ball per Flanke in den Strafraum geschlagen hatte, stand van Bonn frei, doch das Spielgerät flog nach ihrem Kopfball am Tor vorbei (85.).
In der 86. Spielminute zog van Bonn aus der Distanz ab, doch Abt hielt den Ball fest und verhinderte den Einschlag im Tor. Hatte bereits jeder damit gerechnet, dass es bei dem Unentschieden bleiben würde. Doch über einen Konter machte sich die eingewechselte Evels über die linke Außenbahn auf den Weg. Sie nahm den Kopf nach oben und legte den Ball nach rechts zur ebenfalls eingewechselten Breitner. Diese zog ab und versenkte das Spielgerät mit dem Schlusspfiff in den Maschen des Tores (90.).
Nach dem Spiel zeigte sich Pankratz zufrieden. Zur Halbzeit hätte es bereits 2:2 oder 3:3 stehen können, sagte die Kapitänin. Torhüterin Abt gestand, dass sie unter den schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte. Schlussendlich war sie aber froh darüber, dass es bei dem zweiten zu Null blieb. Für die Hoffenheimerinnen geht es in der kommenden Woche zum Auswärtsspiel nach Jena, ehe in 14 Tagen der MSV Duisburg zu Gast in Hoffenheim ist.
Aufstellungen:
TSG 1899 Hoffenheim:
27 Abt, 6 Lattwein (58. 12 Breitner), 8 Rall, 10 Beck, 13 Hartig, 16 Billa, 17 Harsch, 19 Steinert. 21 Pankratz (C), 32 T. Dongus, 33 F. Dongus (81. 7 Evels)
SC Sand:
1 Schlüter, 2 Santos de Oliveira, 5 Caldwell, 6 Tietge, 7 van Bonn (C), 13 Arnold (60. 23 Meyer), 18 Aschauer, 19 Burger, 20 Vojtekova (66. 14 Blagojevic),
26 Vetterlein, 27 Feiersinger (85. 17 Savin)
Schiedsrichterin: Weigelt (Leipzig)
Assistentinnen: Kruse, Brückner
Tore: 1:0 90. 12 Breitner
Zuschauer: 620