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Gebrüllt haben nicht die Löwen

 

Am Ende der Partie stand fest, was sich über die beiden Relegationsspiele abgezeichnet hatte. Der Verein, der 1963 Gründungsmitglied der Bundesliga war, 1966 die Meisterschaft feiern konnte und viele bekannte Spieler hervorgebracht hat, wird in der kommenden Spielzeit nicht im Unterhaus spielen, sondern nur in der dritten Liga. Doch auch dies ist noch nicht gewiss. Geschäftsführer Ayre, der erst im April von Liverpool losgeeist wurde, hatte bereits im Vorfeld zu der Partie sein Amt niedergelegt und damit das sinkende Schiff verlassen. Ebenfalls teilte Präsident Cassalette nach dem besiegelten Abstieg mit, nicht weiter für die „Sechziger“ tätig zu sein.

 

Mehr denn je sind die Giesinger von Ismaik abhängig. Um für die dritte Liga Spielberechtigt zu sein,

benötigt der Traditionsverein einen Millionenbetrag, der ohne den Geschäftsmann aus Jordanien wohl

kaum zu realisieren ist. Dieser Betrag muss bereits bis zum 02. Juni aufgebracht werden. Sollte der

Investor sein Engagement bei 1860 beenden, so könnte gar der Zwangsabstieg in die Regionalliga drohen.

Der Zwangsabstieg kam bereits für die zweite Mannschaft der Löwen. Diese spielte bisher in der

Regionalliga, doch da zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft eine Spielklasse liegen muss,

müssen die Giesinger nach dem Abstieg in Liga drei runter in die Bayernliga. Ebenfalls sind die U19, U17

und die U16 Junioren der Münchner Löwen zum Saisonende abgestiegen.

 

Ambitioniert ging es für die Mannschaft aus der Landeshauptstadt von Bayern in die abgelaufene Spielzeit.

Bereits im Sommer musste Sportdirektor Kreuzer bei den Münchnern gehen. Mit Trainer Runjaic wollte der

Verein eine sorgenfreie Saison spielen und mittelfristig den Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen. Im

Interview mit dem kicker sprach Ismaik gar von der Teilnahme in der Champions League. Routiniers wie

Aigner und Olic kamen zu den Sechzigern. Doch trotz dem drittteuersten Kader in Liga zwei blieb der

Erfolg aus. Die Folge: Runjaic ging und kurze Zeit später folgte auch der zweite Sportdirektor innerhalb

einer Saison, da auch Eichin, der auf Kreuzer gefolgt war, seinen Hut nehmen musste.

 

Nach einer durchwachsenen Hinrunde wurde die Verpflichtung von Pereira bekanntgegeben. Doch auch der

Portugiese schaffte nicht, was viele gehofft hatten. Auch trotz den Wintertransfers von fünf weiteren

Spielern, der Erfolg blieb aus. Am vorletzten Spieltag rutschten die Münchner auf den Relegationsplatz ab.

Auch der Kader steht vor einem gewaltigen Umbruch. Kaum ein Vertrag behält seine Gültigkeit in Liga drei.

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