Für Sandhausen ging es bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein gegen die Franken aus Fürth, die mit fünf Spielen ohne Niederlage an den Hardtwald anreisten. Zudem gewannen die Fürther in der Vorwoche das Franken-Derby. Doch der SVS hatte zuletzt im Derby gegen Heidenheim einen Punkt mitnehmen und damit die Serie aus vier verlorenen Spielen in Folge unterbrechen können.
Hatte es in der Partie der Tabellennachbarn einem Weckruf bedurft, so kam dieser bereits in der 9. Spielminute. Sararer zog aus etwa 18 Metern ab, traf den Pfosten, doch von dort sprang der Ball in Richtung der Außenlinie. Glück für die Hausherren. Dann kam es zu einem Freistoß für die Sandhäuser. In Abwesenheit von Pledl, der sonst für die Standards zuständig
ist, schnappte sich Kuhn die Kugel und verfrachtete das Spielgerät aus etwa 25 Metern
Entfernung in das linke Toreck. Die Führung für die Gastgeber in der 14. Spielminute.
Außer dem Tor blieb der weitere Spielverlauf etwas fahrig. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, wo
es auch das eine oder andere Foul gab. Dabei blieb es auch in der Schlussviertelstunde vor
der Halbzeitpause, wodurch es für Sandhausen mit der knappen 1:0 Führung in die Kabine
ging.
Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, kamen die Sandhäuser auch gefährlich in Richtung
des Gästetores. Ein Freistoß aus etwa 20 Metern ging aber knapp über das Gehäuse. Der
nächste Freistoß in Minute 51 brachte auch nicht den ersehnten Erfolg. Kuhn zirkelte den Ball
in den Strafraum, Roßbach brachte ihn auf das Tor, doch das Spielgerät prallte nur gegen den
Außenpfosten und konnte von dort geklärt werden.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit schafften es die Gastgeber zunehmend sich im Angriffsdrittel
festzusetzen, konnten aber die Überlegenheit nicht in Toraktionen ummünzen. Auch das
Offensivpressing zeigte den gewünschten Effekt und so wurden die Gäste unter Druck zu
langen Bällen in die Offensivreihe gezwungen, die von den SVS „Hünen“ verteidigt werden
konnten.
Der eingewechselte Sukuta Pasu versuchte sich direkt mit einem Torschuss im Fallen, doch
dieser konnte zu einer Ecke abgewehrt werden (65.). Ähnlich brenzlig wurde es in der
67. Spielminute auf der Gegenseite, als sich der ebenfalls eingewechselte Dursun auf den
Weg machte. Knaller aber kam heraus und konnte den Ball so nach außen hin abwehren, wo
er schließlich von Roßbach geklärt wurde.
In der 80. Spielminute machte sich Sararer über die rechte Seite auf, doch seine Hereingabe
fand einen Abnehmer nur im Sandhäuser Schlussmann, der den Ball halten konnte. Fast im
Gegenzug war es dann Wooten, der eine Flanke auf Sukuta Pasu schlug, doch diese kam
etwas zu steil und so landete das Spielgerät im Toraus (81.). Sukuta Pasu verursachte kurz
vor Schluss noch eine Standardsituation knapp vor dem SVS-Strafraum. Der Freistoß von
Gießelmann landete bei Dursun, der das Spielgerät zum Ausgleich in die Maschen
köpfte (88.). Der 15. Standardgegentreffer für das Team von Trainer Kocak.
Nach dem Spiel äußerte sich SVS-Trainer Kocak verärgert über die Einwechslungen, die
nicht den gewünschten Effekt erzielt hatten. "Sie haben uns in keinster Weise weitergeholfen"
polterte er in der Pressekonferenz. Vor allem Sukuta Pasu hatte dem Übungsleiter nicht
gefallen. So gestand der Mannheimer ein, dass er den Offensivspieler eigentlich wieder hätte
auswechseln müssen. Für Sandhausen geht es am 25. Spieltag nach Dresden.
Aufstellungen:
SV Sandhausen:
1 Knaller, 4 Roßbach, 5 Gordon, 6 Linsmayer, 9 Höler, 11 Kuhn (75. 8 Wooten),
13 Kosecki (88. 23 Karl), 21 Stiefler (63. 10 Sukuta Pasu), 24 Klingmann, 31 Kulovits (C),
34 Knipping
SpVgg Greuther Fürth:
24 Megyeri, 5 Rapp (79. 31 Steininger), 6 Hofmann, 7 Gießelmann, 13 Caligiuri (C), 16 Pintér,
19 Berisha, 20 Zulj (26. 40 Sontheimer), 22 van den Bergh, 23 Sararer,
35 Schad (59. 15 Dursun)
Schiedsrichter: Gerach (Landau)
Assistenten: Winter, Paltchikov
Vierter Offizieller: Gasteier
Tore: 1:0 14. 11 Kuhn, 1:1 88. 15 Dursun
Zuschauer: 4.813