TSG-Spieler Kaderábek Foto: Fussball Media

Stimmen nach dem Bundesliga-Sieg der TSG Hoffenheim gegen Darmstadt 98

 

Nach dem ersten Sieg in der Bundesliga gegen die „Lilien“ standen uns einige TSG-Akteure Rede und Antwort:

 

Sportdirektor Rosen:

 

Was sagt ein solcher Erfolg über die Entwicklung der Mannschaft aus?

Das sagt – glaube ich – einiges aus. Nachdem wir das Spiel gegen Wolfsburg eigenverschuldet in der zweiten Halbzeit abgegeben haben, haben wir heute ein ganz kompliziertes Spiel erlebt. Gegen Darmstadt hatten wir noch nie gewonnen, aber heute haben sie das beste Spiel gegen uns gemacht – von der Struktur und dem Spielaufbau. Wir haben ohne hinten aufzumachen versucht Räume anzulaufen, zu bespielen und uns dann auch wirklich mit einer tollen Aktion über Pavel (Kaderábek), Marco (Terrazzino) und Andrej (Kramaric) belohnt haben und dann war es tatsächlich so, dass die Räume nach dem 1:0 größer wurden. Insofern haben wir heute einen verdienten Sieg erlebt.

 

Mit 37 Punkten haben sie bereits einen Punkt mehr gesammelt als in der gesamten Vorsaison. Was ist jetzt noch möglich?

Wir wollen natürlich den Weg weitergehen. Es gibt überhaupt keine Anzeichen in der Mannschaft, Gedanken in irgendeiner Form da jetzt nachzulassen. Wir haben jetzt wirklich seit Februar des letzten Jahres einen sehr erfolgreichen Weg bestritten. Wir haben eine tolle Entwicklung von vielen Spielern und auch der Mannschaft gesehen. Wir haben eine Entwicklung gegen kompakt und tiefstehende Mannschaften wie heute gesehen. Wir sind auf einem guten Weg und niemand plant diesen Weg zu verlassen. Spiele wie heute zeigen in einer sehr starken Bundesliga aber auch, dass man immer nah am Maximum spielen muss um auch Punkte einzufahren.

 

Was spricht für die Heimstärke der TSG?

Wir präsentieren uns sehr selbstbewusst. Wenn man wie heute an Kramaric denkt, dann haben wir eine wirkliche Breite im

Kader. Wir können immer wieder nachlegen. Somit können wir Spieler, die vielleicht einmal ein durchschnittliches Spiel

gemacht haben eine kleine Pause bekommt. Das er dann aber heute rein kommt und das Spiel entscheidet und vorher auch

noch zwei, drei gute Aktionen hatte. Wir haben den Kader im Winter bewusst verkleinert um mehr Spieler noch näher am

Spieltags-Kader zu haben, um dann die die verbleibenden Spiele mit einer kleineren Gruppe zu bestreiten und merken aber,

dass wir immer wieder nachlegen können, variabel sind, aber auch Ausfälle, die wir haben, gut kompensieren. Das ist sicher

auch eine Stärke unserer Gruppe.

 

Wie optimistisch sind Sie, was den Verbleib von Amiri bei der TSG angeht, da sein Vertrag 2018 ausläuft?

Sehr optimistisch.

 

Wie sieht es bei Schwegler aus, dessen Vertrag im Sommer ausläuft?

Sein Vertrag läuft aus, aber wir sind mit Pirmin (Schwegler) im Gespräch. Gerade vor zwei Wochen hatten wir ein längeres

Gespräch. Hier muss man einfach abwarten, wie sich seine Situation weiterentwickelt und wie wir uns entwickeln. Wir

besprechen das mit den Jungs persönlich. Die Türen sind beim Julian (Nagelsmann) für alle Spieler immer offen. Diejenigen,

die in unserer kleiner gewordenen Gruppe sind, haben sein Vertrauen und dann heißt es besser zu sein als der andere, denn

wir haben ja viele, die es gut machen.

 

Flügelflitzer Kaderábek:

 

Wie gut tut der Sieg nach der Niederlage gegen Wolfsburg?

Es war ein sehr schwieriges Spiel aber gegen Darmstadt ist es immer schwierig. Heute haben wir sehr gut gespielt und sind

über den Sieg sehr zufrieden. Es ist alles gut, da wir 37 Punkte haben. Vergangene Saison haben wir nur 36 Punkte gehabt

und das bedeutet den Klassenerhalt – jetzt geht es zum nächsten Ziel.

 

Sie haben das 1:0 mit dem Pass auf Terrazzino eingeleitet. Wie haben Sie Ihre Leistung gesehen?

Es war ein guter Pass von mir. Marco (Terrazzino) hat das dann sehr gut gemacht und Andrej (Kramaric) auch. Es war eine

sehr gute Aktion. Es ist nur Schade, dass wir zwei Gelegenheiten in der ersten Halbzeit auslassen. Wir müssen mehr Tore

machen.

 

Heute hatten Sie viele Duelle gegen Heller, sie sind beide laufschnelle Spieler. Wie haben Sie diese Duelle

empfunden?

Ja, er ist sehr viel gelaufen, aber ich auch. Er ist ein sehr schneller Spieler, aber am Ende haben wir 2:0 gewonnen, das ist

besser.

 

Durch den Sieg sind Sie punktgleich mit Platz drei. Was ist jetzt noch drin?

Das wir vierter sind, das ist super. Wir müssen aber vierter bleiben. Nicht manchmal vierter, dann sechster. Wir müssen auf

dem vierten Platz bleiben, dann wird alles gut!

Doppeltorschütze Kramaric Foto: Fussball Media

 

Offensivspieler Terrazzino:

 

Wie ist Ihr Fazit zum Spiel?

Es war ein hartumkämpftes Spiel, es war klar, dass es „eklig“ wird und dass wir sehr viel Geduld aufbringen mussten. Das haben wir gemacht, aber für uns war wichtig, dass wir das Spiel gewinnen.

 

Sie sind nach der Torvorlage ausgewechselt worden. Wie haben Sie ihr Spiel gesehen?

Ich habe heute alles reingehauen, was geht. Natürlich bin ich froh, dass ich noch die Torvorlage liefern konnte, aber wichtig war, dass wir das Spiel gewonnen haben.

 

Können Sie die „no look“ Vorlage erklären?

Ich habe den Pass von Pavel (Kaderábek) perfekt bekommen, Andrej (Kramaric) kreuzt dann auch perfekt und dann kommt etwas Straßenfußball dazu. Der „no look“ Pass hat dann perfekt gepasst.

 

Wo haben Sie sich das abgeschaut?

Von Ronaldinho natürlich! Ich bin seit kleinauf Ronaldinho-Fan und der hat das ja auch immer wieder gemacht. So etwas lernt man dann auch in Mannheim auf dem Bolzplatz!

 

Wie wichtig war es diese Reaktion zu zeigen und den Kampf auch anzunehmen?

Wir wollten auf jeden Fall eine Reaktion zeigen. Das Spiel letzte Woche hat uns sehr geprägt, das hat auch in den Tagen danach in den Köpfen gesteckt. Umso schöner, dass wir das Spiel heute gewonnen haben und eine gute Reaktion gezeigt haben.

 

Sie haben heute von Anfang an gespielt. Wie sehen Sie Ihre Rolle? Haben Sie sich den Startelf-Einsatz verdient?

Ich denke schon, dass ich mir das verdient habe. Was jetzt in Zukunft passiert? Das weiß man nie. Ich kann nur in jedem

Training alles geben um mich so zu empfehlen. Oder auch durch Spiele wie heute. Ich versuche mein Bestes zu geben und

hoffe natürlich auf weitere Einsätze, das ist ja klar.

 

Doppeltorschütze Kramaric (aus dem Englischen übersetzt):

 

Glückwunsch zu den beiden Treffern. Eines davon wieder per Elfmeter, wieder in die Mitte, wie Glücklich sind Sie

heute?

Zunächst muss ich sagen, dass es wichtig war die drei Punkte zu holen. Heute war es kein einfaches Spiel, aber wir hätten

auch besser spielen können. Wir müssen nun weiter fokussiert bleiben. Aber ich glaube an die Mannschaft, wir haben viel

Potential um eine gute Saison zu spielen.

 

Haben Sie heute ein solch schwieriges Spiel erwartet?

Ja, das habe ich. In Deutschland wird sehr viel Wert auf eine gute Defensive gelegt. Heute war es sehr schwer gegen die

Abwehrriegel anzukommen und auch gegen die Defensive zu pressen. Am Ende müssen wir über die drei Punkte glücklich sein,

das ist aktuell das Wichtigste, denn das ist die einzige Möglichkeit unseren Weg weiterzugehen!

 

In letzter Zeit treffen Sie nur, wenn Sie eingewechselt werden, so auch heute. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Das weiß ich nicht. So ist das manchmal im Fußball. Ich hatte ein paar Probleme, aber am Ende bin ich über den bisherigen

Saisonverlauf glücklich. Natürlich könnte manches besser sein, aber genauso könnte es auch schlechter sein. Ich glaube an die

Mannschaft und wir können am Ende der Saison etwas erreichen – was genau möchte ich aber nicht sagen. Manchmal ist es

besser ruhig zu bleiben und fokussiert zu arbeiten.

 

Die Mannschaft hat bereits 37 Punkte gesammelt, in der gesamten Vorsaison waren es 36. Was kann jetzt noch

erreicht werden?

Wir haben die 37 Punkte erreicht, jetzt haben wir keinen Druck mehr. Jede Saison ist unterschiedlich. Wenn man fühlt, dass

man mehr erreichen kann, dann ist es auch normal, dass man versucht, immer mehr zu erreichen.

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