Hängende Köpfe - das Unentschieden gleicht einer Niederlage Foto: Fussball Media

Hoffenheim weiterhin ungeschlagen – gegen den HSV wäre aber mehr möglich gewesen

 

Das die Hoffenheimer in den zurückliegenden Wochen ordentlich Selbstbewusstsein getankt hatten, zeigte sich gleich von Beginn gegen den Tabellenletzten aus dem Norden. Gleich in der dritten Spielminute setzte sich Amiri auf der rechten Angriffseite durch, legte den Ball in den Strafraum zurück, doch Kramaric konnte den Ball nicht auf das Tor bringen. Auch in der fünften Minute stand der kroatische Angreifer im Fokus. Nach einer Flanke von Kaderábek konnte er den Ball per Kopf allerdings nicht in das Gästetor drücken.

 

Es ging weiter in Richtung des Gästestrafraumes. So ergab sich noch eine Doppelchance für die Gastgeber. Nach Zusammenspiel zwischen Amiri und Kaderábek kam der Ball erneut zu Amiri, der

direkt abzog. Der Schuss wurde allerdings geblockt (8.).

 

In der 15. Spielminute kamen dann auch die Gäste zu einer Gelegenheit. Der Schuss des frei

postierten Müller flog allerdings deutlich über das Tor von Baumann. Knapper wurde es bei dem

ersten Torschuss für Demirbay. Nachdem Amiri den Ball im Strafraum aufgelegt hatte, verfehlte das

Spielgerät das Lattenkreuz nur um Zentimeter (17.).

 

Bereits nach 21 Minuten musste Nagelsmann wechseln. Vogt musste vom Platz, nachdem er sich eine

Verletzung an den Adduktoren zugezogen hatte. In der 27. Spielminute dann der erste Schuss auf das

TSG-Tor. Baumann konnte den Ball allerdings halten. Nun waren die Gäste allerdings wie wachgerüttelt.

Einen Ballverlust der TSG im Mittelfeld wurde schnell in einem Konter nach vorne getragen. Kostic ließ

zunächst den eingewechselten Bicakcic ins leere Grätschen, schoss Baumann durch die Beine, Süle

versuchte noch zu retten, doch der Ball landete in den TSG-Maschen (28.).

 

Auch die nächste Torgelegenheit gab es auf Gästeseite. Holtby’s Schuss ging allerdings einige Meter

über die Latte. Es dauerte etwas, ehe sich die TSG von dem Gegentreffer erholen konnte. Nach einer

Ecke von Demirbay konnte Wagner das Spielgerät aber nur über das Tor köpfen.

 

In der 44. Spielminute dann die Rießenchance für die Gastgeber. Nachdem Kaderábek wiederholt über

rechts durchgebrochen war, konnte der Ball aber zentral vor dem Tor geklärt werden. Dann aber doch der

Ausgleich kurz vor dem Pausentee. Demirbay schlug die Ecke und in der Mitte stand Wagner goldrichtig.

Den Ball spitzelte er mit der Schuhspitze zum vielumjubelten Treffer an Mathenia vorbei (45. +1).

 

Kaum war die zweite Halbzeit wieder angepfiffen, hallte auch schon wieder Jubel durch die Arena.

Kaderábek wurde über einen Schnittstellenball auf der rechten Außenbahn auf die Reise geschickt,

flankte auf den winkenden Zuber, und dieser verwertete den Ball direkt. Mathenia kam zwar noch an den

Schuss, konnte den Treffer aber nicht verhindern (49.).

 

In der 54. Spielminute dann die Chance auf das 3:1. Kaderábek flankte erneut, doch Djourou klärte noch

vor Demirbay. Kramaric versuchte noch ein „Schleifchen drum zu machen“. Nach einer Amiri-Flanken

setzte der Kroate zum Seitfallzieher an, doch brachte den Ball nicht auf das Tor.

 

Dann aber der Ausgleich für den HSV. Nach einem Abspielfehler ging es bei den Gästen schnell. Der

Ball raus auf die linke Außenbahn, von dort in den Strafraum hinein und am langen Pfosten stand Müller

ungedeckt. So konnte er ohne Probleme einnetzen (61.).

 

Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Es ging erneut über die Amiri auf der rechten

Seite. Die Hereingabe legte Kramaric allerdings knapp am linken Pfosten vorbei. Erneut war der

Stürmer nicht mit dem Glück im Bunde. Einen schnell ausgeführten Freistoß legte Kramaric freistehend

am rechten Pfosten vorbei (71.).

 

Die mangelnde Chancenverwertung wäre um ein Haar bestraft worden. Doch auch Holtby’s Fernschuss

aus etwa 18 Metern ging nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Wagner hätte alles klarmachen

können, doch auch sein Schuss ging denkbar knapp am Tor vorbei (90. +3). Der Schlusspunkt des Tages

war dem Geburtstagskind Vargas vorbehalten. Sein Freistoß fand aber auch nicht den Weg in das

Tor (90. +4).

 

So endete die Begegnung mit einem 2:2 Unentschieden. Torschütze Wagner legte allerdings den Finger

in die Wunde. Der Anspruch der Mannschaft müsse in der aktuellen Form ein Sieg gegen Hamburg sein.

Dennoch ist die TSG nunmehr seit 11 Spielen ohne Niederlage. Am 12. Spieltag geht es für die

Mannschaft um Trainer Nagelsmann an den Niederrhein zum Duell gegen Borussia Mönchengladbach.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

1 Baumann, 3 Kaderábek, 6 Rudy (C), 13 Demirbay (69. 7 Rupp), 14 Wagner, 17 Zuber, 18 Amiri,

21 Hübner, 22 Vogt (21. 4 Bicakcic), 25 Süle, 27 Kramaric (78. 9 Vargas)

 

Hamburger SV:

31 Mathenia, 2 Diekmeier, 5 Djourou, 6 Santos, 8 Holtby, 11 Gregoritsch (80. 10 Lasogga),

17 Kostic (90. +2 14 Hunt), 22 Ostrzolek, 24 Sakai (C), 27 Müller (90. +5 34 Porath), 28 Jung

 

Schiedsrichter: Hartmann (Kempten)

Assistenten: Leicher, Schüller

Vierter Offizieller: Drees

 

Tore: 0:1 28 17 Kostic, 1:1 45. +1 14 Wagner, 2:1 49. 17 Zuber, 2:2 61. 27 Müller

 

Zuschauer: 29.512

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