Siegtorschützin Popp Foto: Fussball Media

Wieder dürfen die Gäste spät in Hoffenheim jubeln

 

Bei Kaiserwetter im Dietmar-Hopp-Stadion traf die Mannschaft um Trainer Ehrmann auf die Mannschaft des VfL Wolfsburg. Unter den Zuschauern befand sich auch die Nationaltrainerin der Schweiz, Voss-Tecklenurg. Noch vor dem Spiel musste T. Dongus passen. Muskuläre Probleme im Oberschenkel machten während dem Aufwärmen einen Einsatz unmöglich.

 

Nach vielen Spielanteilen im Mittelfeld zu Beginn der Partie, dauerte es bis in die 19. Spielminute, ehe eine gefährliche Aktion kreiert wurde. Nach einer Ecke stand Nationalspielerin Demann goldrichtig und versenkte den Ball in den Maschen der Gäste. Das erste Hoffenheimer Bundesligator gegen Wolfsburg seit über zwei Jahren.

 

Für Szenenapplaus von den Zuschauerrängen sorgte die Aktion von Waßmuth. Nachdem der Ball durch den Hoffenheimer Strafraum geflogen war, klärte die Kraichgauerin rechtzeitig vor einer Gegenspielerin.

 

Kurz vor der Halbzeitpause musste Tufekovic noch hinter sich greifen. Nach Flanke von Goeßling stand die Wolfsburgerin Fischer parat und glich aus. So ging es nach zwei Toren von Innenverteidigerinnen mit einem 1:1 in die Halbzeitpause.

 

Die 51. Minute barg eine Schrecksekunde für die TSG. Nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum blieb

F. Dongus liegen, nach kurzer Behandlungspause ging es für sie aber weiter. Nun erhöhten die Niedersächsinnen den Druck auf die Hoffenheimerinnen. Ein um das andere Mal kamen die Wölfinnen zu Offensivaktionen, doch der Ball konnte jedes Mal geklärt werden. Nun stellte TSG-Trainer Ehrmann um, um so die Sensation zu schaffen und eine der großen Mannschaften zu ärgern.

 

Doch auch die Defensive wurde nicht vernachlässigt. So warf sich Steinert in den Ball und verhinderte eine Flanke ihrer Gegenspielerin. Doch auch das Quäntchen Glück war der TSG hold. Nach einem Schuss von Peter rettete der Pfosten vor einem Rückstand aus Gastgebersicht (70.).  

 

Wenige Minuten vor Spielende hatten nicht wenige Zuschauer, die es mit der Heimmannschaft hielten einen

Torschrei auf den Lippen, doch Schult konnte außerhalb ihres Strafraumes per Kopf klären (84.). Wie bereits beim

vorangegangene Heimspiel gegen Freiburg gab es dann aber erneut Jubel auf der Gästeseite. Es waren

89 Minuten gespielt, da verwandelte Popp zum 1:2 Treffer für Ihre Farben.

 

In der Pressekonferenz hob Gästetrainer Kellermann hervor, dass man erkennen könne, dass die Allianz

Frauen-Bundesliga eng zusammengerutscht sei. Man habe erkennen können, dass „jeder jeden schlagen kann“.

TSG-Trainer Ehrmann pflichtete seinem Wolfsburger Kollegen bei. Mit Ausblick auf die kommende Partie gegen

Leverkusen sei es nun wichtig, wie gegen Jena zu punkten. Auf Rückfrage wie viele Punkte sich Ehrmann aus

den nächsten beiden Spielen gegen Leverkusen und München wünsche, merkte er schmunzelnd an, dass es

selbstverständlich sechs Punkte seien. Ehrmann sehe seine Mannschaft aber auf einem aufsteigenden Ast. Das

Spiel gegen Wolfsburg sei vom spielerischen und kämpferischen Aspekt her wieder besser als die

vorangegangenen Spiele.

 

Aufstellungen:

 

TSG 1899 Hoffenheim:

1 Tufekovic, 4 Demann, 7 Moser (C), 12 Breitner,16 Billa (85. 13 Hartig), 17 Evels, 19 Steinert, 21 Pankratz,

26 Howard, 28 Waßmuth (63. 11 Zeller), 33 F. Dongus (79. 18 Fühner)

 

VfL Wolfsburg:

1 Schult, 4 Fischer, 7 Gunnarsdottir (53. 18 Bernauer), 8 Peter, 9 Blässe, 10 Wullaert (78. 3 Jakabfi), 11 Popp,

21 Dieckenmann, 27 Kerschowski, 28 Goeßling, 41 Mittag (46. 26 Hansen)

 

Schiedsrichterin: Wozniak (Herne)

Assistentinnen: Duske, Arlt

 

Tore: 1:0 19 4 Demann, 1:1 44. 4 Fischer, 1:2 89. 11 Popp

 

Zuschauer: 1.150

Druckversion | Sitemap
© 2015-2026 - 11 Jahre Fussball Media