Die Partie Nord- gegen Südbaden begann mitunter passend zum Derby hitzig. So kam es in der Anfangsphase durch Standards zu gefährlichen Situationen. In der 17. Spielminute konnte Hübner seinen vorangegangenen Fehler noch ausbügeln. Nach Foulspiel an dem Freiburger Bulut führten der Sport-Club den Freistoß schnell aus und überraschte die Kraichgauer. Hübner kam allerdings noch hinter den Ball und konnte so zu einer Ecke klären.
Ähnlich eng ging es nur 3 Minuten später auf der anderen Seite zu. Torrejon hatte Wagner regelwidrig zu Fall gebracht. Rudy zog per direktem Freistoß auf das Tor ab, doch Schwolow konnte den halbhohen Ball parieren.
Aus dem Spiel heraus ergab sich in der 25 Minute für die Gäste eine vielversprechende Chance. Die von Grifo geschlagene Flanke verfehlte Philipp denkbar knapp am langen Pfosten. Ähnlich erging es Rupp. Nachdem sich Kaderábek über die linke Seite hatte durchsetzen können, legte er denn Ball auf
seinen Mannschaftskameraden zurück, doch der Torschuss wurde vom Freiburger Schlussmann
pariert (33.).
Der Bann war in der 34. Spielminute gebrochen. Nachdem Söyüncü den Ball in die Mitte gespielt hatte,
erlief Wagner diesen, umkurvte den herausgeeilten Schwolow und schob aus spitzem Winkel in das
Tor ein.
Philipp hatte nach Zuspiel von Günter wohl erkannt, dass Baumann etwa elf Meter vor seinem Tor
stand und versuchte diesen zu überlupfen. Der Hoffenheimer Keeper konnte den Ball aber zur Seite
ablenken.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es weiter von einer auf die andere Seite. Nach einem Fehlpass
in zentraler Position von Höfler setzte sich Demirbay durch und konnte im Sechzehner von Söyüncü
gestoppt werden (50.). Es dauerte bis in die 75. Spielminute, ehe es wieder eine Strafraumsituation
gab. Nach Eckball von Grifo kam Söyüncü per Kopfball zu einem Torabschluss, Baumann konnte
aber parieren.
Baumann musste dann aber dennoch hinter sich greifen. Nach einem langen Ball von Söyüncü ließ
Niederlechner dem Hoffenheimer Schlussmann keine Abwehrchance (78.). Der unparteiische Aytekin
stand auch noch im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Zweikampf zwischen Söyüncü und
Rudy entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Kramaric trat an und versenkte das Spielgerät zur
erneuten Führung für die Kraichgauer (81.).
Kurz vor Schluss durfte der tragische Held des Spieles noch einmal in hoher Bedrängnis klären.
Kramaric wurde geschickt, konnte den Ball annehmen und kam zu einem Torschuss. Söyüncü
allerdings klärte den Ball zu einer Ecke (90. +3).
Manager Rosen hielt nach dem Spiel fest, dass die TSG mit den gesammelten 13 Zählern so gut
dastünde, wie nach der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Auch die Spieler teilten unisono mit, dass
sie die aktuelle Situation genießen würden, aber auch um die noch verbleibenden Aufgaben wüssten.
Die Hoffenheimer Spieler freuten sich bereits auf das Duell in Leverkusen, das auch ein Wiedersehen
mit Volland darstellte. Polanski scherzte, dass er sicherlich die eine oder andere Nachricht an seinen
ehemaligen Mitspieler senden würde.
Aufstellungen:
TSG 1899 Hoffenheim:
1 Baumann, 3 Kaderábek, 6 Rudy (C), 7 Rupp (74. 8 Polanski), 13 Demirbay (76. 18 Amiri), 14 Wagner,
15 Toljan, 21 Hübner (82. 4 Bicakcic), 22 Vogt, 25 Süle, 27 Kramaric
SC Freiburg:
1 Schwolow, 2 Ignjovski (46. 7 Niederlechner), 3 Torrejon, 4 Söyüncü, 8 Frantz (76. 19 Haberer, 11 Bulut,
22 Meffert (58. Petersen), 26 Philipp, 27 Höfler, 30 Günter, 32 Grifo
Schiedsrichter: Aytekin (Nürnberg)
Assistenten: Dietz, Beitinger
Vierter Offizieller: Gerach
Tore: 1:0 34. 14 Wagner, 1:1 78. 7 Niederlechner, 2:1 81. 27 Kramaric (FE)
Zuschauer: 28.540